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Witwe fordert in Causa Ischgl 100.000 Euro: Wird das Strafverfahren abgewartet?

Freitag beginnt der erste Schadenersatzprozess im Zusammenhang mit Ischgl. Angehörige fordern 100.000 Euro.

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Die Abreise wegen der Quarantäne erfolgte teils chaotisch.
© APA

Von Reinhard Fellner

Innsbruck, Wien – Am Freitag bringen Hinterbliebene eines Ischgl-Urlaubers am Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen die erste Amtshaftungsklage gegen die Republik Österreich ein. Unterstützt vom Verbraucherschutzverein (VSV) unter Obmann Peter Kolba fordern Witwe und Sohn eines 72-Jährigen Schmerzensgeld, Schockschaden, Trauerschaden und Beerdigungskosten in der Höhe von 100.000 Euro. Aufgrund der chaotischen Abreise aus dem Paznauntal sei es für den 72-Jährigen in einem Bus zur letztlich tödlich verlaufenen Corona-Ansteckung gekommen, wird argumentiert. Sollte das Fundament der Schadenersatzklage auf Aussagen des VSV-Obmanns basieren, wonach man zu spät gewarnt, Bars verzögert zugesperrt und die Abreise von Gästen chaotisch organisiert habe, könnte dies für einen Schadenersatzausspruch durch ein Gericht zu wenig sein.


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