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TT-Leitartikel zum Ischgl-Prozess: Ischgl hat sich festgekrallt

Österreich steckt in der vierten Welle, das Coronavirus lässt sich auch nach 18 Monaten nicht abschütteln. Deshalb bleiben Ischgl und damalige Fehleinschätzungen ein (politischer) Aufwecker. Jetzt lässt der Schadenersatzprozess den Wecker läuten.

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Peter Nindler

Leitartikel

Von Peter Nindler

Ischgl wurde in der Corona-Krise zum negativen Selbstläufer. Der anfangs selbstgefällige und trotzige Umgang von Tourismus, Behörden und (lokaler) Politik mit dem sich ausbreitenden Virus im bislang erfolgsverwöhnten „Ballermann der Alpen“ ließ sich gerade deshalb nicht mehr regional einfangen. In der internationalen Wahrnehmung verdichteten sich die Vorgänge im Paznaun vielmehr zu einem Bild, als ob Ischgl der „Ground Zero“ für die SARS-CoV-2-Pandemie in Europa gewesen wäre. Mit 10.000 Infektionen, die sich auf eine der weltweit bekanntesten Skidestinationen zurückverfolgen lassen, hat sich jedenfalls der Eindruck vom Superspreader verfestigt.


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