Blutbuche vor dem Haus der Musik in Innsbruck: Eine Frage der Sicherheit

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Kann die Buche vor dem Haus der Musik doch noch gerettet werden? Das soll nun das Amt für Grünanlagen klären.
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Die Sommerpause ist zu Ende. Gestern Mittwoch trafen sich die Mitglieder des Innsbrucker Stadtsenats wieder zur ersten Sitzung im Herbst. Zu bereden gibt es in Innsbruck ja wie immer genug: zum Beispiel die Zukunft der Blutbuche. Bekanntlich liegt ein Gutachten vor, das das Naturdenkmal vor dem Haus der Musik als „massives Sicherheitsrisiko“ einstuft. Die zuständige Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) ließ den Bereich um den Baum im Juli absperren, er sollte in der Folge gefällt werden. Auf Forderung von Vizebürgermeister Hannes Anzengruber (ÖVP) wurden vom Institut für Baumgesundheit weitere Untersuchungen durchgeführt. Diese Ergebnisse liegen nun vor, wie Bürgermeister Georg Willi (Grüne) bestätigt. Demnach sei es möglich, den Baum unter bestimmten Umständen zu erhalten. Willi hat das neue Gutachten an das Amt für Grünanlagen zur Analyse weitergeleitet, dann soll es öffentlich gemacht werden. „Alle wollen die Blutbuche erhalten“, sagt Willi. „Aber es geht um die Sicherheit. Wenn etwas passiert, muss jemand dafür geradestehen“, so der Bürgermeister. Der Bereich um den Baum bleibt deshalb bis auf Weiteres abgesperrt.

Unklar ist auch die Zukunft des wenige Meter neben dem Baum befindlichen Pavillons (auch bekannt als Würfel). Wie es mit dem Gebäude weitergeht, soll nun durch einen öffentlichen Ideenwettbewerb entschieden werden. Bürgermeister Georg Willi betonte zugleich, dass der Pavillon in den vergangenen Jahren durchaus genutzt wurde. „Nun hat jede Stadtsenatsfraktion die Möglichkeit, ein eigenes oder ein von ihr unterstütztes Konzept für die Nutzung des Pavillons vorzustellen. Nach dem Motto ‚Das beste Konzept soll gewinnen‘ wird die Frage letztendlich vom Gemeinderat entschieden“, sagt Willi. Er wolle ergebnisoffen an die Diskussion herangehen, stellt aber klar, dass die Nutzung in das umgebende „Kulturquartier“ passen müsse.

Nicht nur besprochen, sondern auch beschlossen wurde die unentgeltliche Überlassung von Grundflächen und einem Gebäude in der Richard-Berger-Straße an das Land Tirol. Dort soll, wie bereits im vergangenen Winter, heuer wieder eine temporäre Winternotschlafstelle errichtet werden. Sämtliche Kosten zur Winternotschlafstelle, wie monatliche Betriebskosten sowie Erhaltungs- und Bewirtschaftungskosten, trägt das Land.

In Igls errichtet der Tennisclub Parkclub Igls ein neues Clubgebäude. Das Land Tirol unterstützt den laut Bürgermeister Georg Willi architektonisch schönen Bau mit 200.000 Euro, die Stadt Innsbruck mit 100.000 Euro. Das neue Clubhaus soll durch einen Gastronomiebetrieb einen Mehrwert für den gesamten Stadtteil bringen. (dd)

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