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Trotz 4,5 Mio. Euro Förderung Preisschub bei Tiroler Freizeitticket

Seilbahnen im Freizeitticket-Verbund erhielten Millionen an Corona-Hilfen. AK-Chef Zangerl übt scharfe Kritik, LH Platter rügt falsches Signal.

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Der Vorverkauf für das Freizeitticket für den kommenden Winter startet bald. Doch die Kritik an der Teuerung für das Ticket ebbt nicht ab. (Symbolfoto)
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Innsbruck – Die Aufregung hält an, die Kritik an den Preissteigerungen beim Freizeitticket von 16 Prozent vor der bevorstehenden Wintersaison nimmt zu. Auch der Druck auf die Betreiber der Verbundkarte. Statt 526 Euro berappen Erwachsene im Vorverkauf 610 Euro, bei einer Familie mit zwei Kindern beträgt die Teuerung satte 200 Euro. Die treuen einheimischen Skifahrer würden jetzt den Preis für die Corona-bedingt ausgebliebenen Gäste im Vorjahr zahlen, empören sich seit einer Woche viele Freizeitsportler in der Region Innsbruck. Und das, obwohl die Seilbahnen für die Ausfälle doch einigermaßen entschädigt wurden.

Die EU-Förderbank weist für die einzelnen Seilbahnen im Freizeitticket-Verbund bis zu 800.000 Euro an Corona-Hilfen aus. Insgesamt sind es mindestens 4,5 Millionen Euro. Kein Verständnis soll deshalb Tirols Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter (VP) haben. Er ist ein Verfechter der Kartenverbünde, auf seine Initiative ging etwa die landesweite Snow Card Tirol zurück.


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