Plus

Österreichs Naturparke stöhnen unter Besucherwalze

Corona ließ Besucherzahlen in Naturparken explodieren. Wie man damit und mit der Klimakrise fertig wird, diskutierten Vertreter im Kaunertal.

  • Artikel
  • Diskussion
Der Naturpark Kaunergrat war gestern Gastgeber des Naturpark-Gipfels. Dort wurden Maßnahmen gegen den Klimawandel, aber auch Lösungen für Besucherlenkung diskutiert.
© Andi Kirschner

Von Matthias Reichle

Kaunertal – Menschen, die im Naturschutzgebiet campen, quer durch Biotope trampeln oder Parkplätze überschwemmen. „Seit Corona ist der Besucherandrang in den Naturparken explodiert“, sagt Johann Thauerböck, Präsident des Verbandes der Naturparke Österreichs. Manche Region stöhnt unter der Besucherwalze, die da anrollt. Zigtausende stürmen die Natur. Mancher hätte bereits die Notbremse gezogen und beliebte Veranstaltungen abgesagt. Durch den Zustrom entstehen auch „massive Schäden“ im Gelände.

Auch in Tirol kennt man das Problem: „Extrem war es in Tallagen, ganz stark im Naturpark Tiroler Lech. Aber auch auf der Bayern zugewandten Seite des Karwendel war sehr viel los“, betont LHStv. Ingrid Felipe. „Ein riesiges Thema ist das Wildcampen, Leute, die am Straßenrand übernachten, manche fahren auch ins Hochgebirge“, sagt sie. In Tirol ist das verboten – die rechtliche Handhabe der Bergwacht sei aber begrenzt. „Wenn das einer macht, ist das kein Problem, aber es sind viele, die Müll und Abwässer produzieren.“


Kommentieren


Schlagworte