Pilotprojekt: Naturpark-Ranger patrouillieren am Lech

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Ganz in ihrem Element: (v. l.) Isabella Hilti (GF-Stv. im Naturpark Tiroler Lech), Simone Knitel (Rangerin), Stefan Müller (Ranger), Sabine Resch (Rangerin) und Yvonne Markl (Geschäftsführerin).
© Naturpark Tiroler Lech

Elmen – Als Reaktion auf den wachsenden Ansturm der Besucher sind im Naturpark Tiroler Lech seit diesem Sommer drei Ranger unterwegs. Mit dem vom Land Tirol geförderten Pilotprojekt soll auch die Besucherlenkung am Lech damit unterstützt werden.

Die Ranger Simone Knitel, Sabine Resch und Stefan Müller beobachten aber nicht nur das Verhalten von Mensch und Tier, sondern nehmen sich auch der direkten Aufklärung an. „Vielen Besuchern ist nicht einmal bekannt, dass sie sich in einem Schutzgebiet befinden“, weiß Geschäftsführerin Yvonne Markl. Das persönliche Gespräch helfe im Sinne eines verträglichen Zusammenspiels von Mensch und Umwelt. Markl: „Sowohl Naturschutz als auch Naturgenuss haben hier ihren Platz.“

Vor bereits 21 Jahren ist die Wildflusslandschaft Tiroler Lech als Natura-2000-Gebiet und Naturschutzgebiet ausgewiesen worden. Auf den Schotterbänken, Uferbereichen und in den Auwäldern kommen stark bedrohte Tier- und Pflanzenarten vor, wie der Flussregenpfeifer und die Deutsche Tamariske.

Der Einsatz der Ranger, die gleichzeitig ausgebildete Naturparkführer sind, hat sich schon bewährt: Neben Entdeckungen neuer Populationen konnten auch Müllansammlungen an – häufig inoffiziellen – Grillstellen ausgemacht werden. Dabei handle es sich meist um unachtsam liegen gelassenen Abfall, der mit dem nächsten Hochwasser weggespült und flussabwärts wieder ans Ufer geschwemmt wird. „Für Wildtiere bis hin zu den Kleinstlebewesen ist Müll höchst problematisch und gehört nicht in die Natur“, versuchen die Ranger die Naturpark-Besucher zu sensibilisieren. Da der meiste Müll nicht verrottet, sondern sich in Mikroplastik zersetzt, gelangt er letzten Endes in die Nahrungskreisläufe.

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„Unsere Ranger helfen dabei, die Sensibilität der jeweiligen Lebensräume noch breiter zu kommunizieren“, sind Yvonne Markl und ihre Stellvertreterin Isabella Hilti überzeugt. (TT, fasi)


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