Georgiens Botschafterin in Tirol: „Enger mit Georgien zusammenarbeiten“

Die Beziehungen zwischen Tirol und der georgischen Region Samegrelo-Zemo Svaneti sollen vertieft werden.

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Leitner-Chef Anton Seeber (l.), Georgiens Botschafterin Ketevan Tsikhelashvili und der neue Honorarkonsul Universitätsprofessor Günther Bonn bei der Besichtigung der Leitner-Fertigung in Telfs.
© Müllner/TT

Innsbruck, Telfs – Hohen Besuch gab es gestern im Innsbrucker Landhaus. Zu Gast war die georgische Botschafterin Ketevan Tsikhelashvili. Bei einem Treffen mit Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wurde eine zwischen der georgischen Region Samegrelo-Zemo Svaneti und dem Land Tirol ausgearbeitete Absichtserklärung für eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus unterzeichnet. Platter unterstrich besonders das gute Verhältnis zu Georgien. „Unsere Zusammenarbeit soll ausgebaut und in Zukunft ein intensiverer Austausch gepflegt werden – allem voran, was die wirtschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Beziehungen betrifft“, so der Landeshauptmann. Bei diesem Zusammentreffen erfolgte auch die Amtseinführung von Universitätsprofessor Günther Bonn als Honorarkonsul von Georgien in Tirol.

Anlässlich einer Firmenbesichtigung beim Seilbahnbauer Leitner in Telfs zeigte sich Tsikhelashvili begeistert von Tirol. „Unsere Regionen haben sehr viel gemeinsam, zuallererst natürlich die Berge, aber auch die Gastfreundschaft“, so die Botschafterin. Für Georgien sei der Erfahrungsaustausch mit Tirol sehr wichtig, besonders hinsichtlich des Tourismus, aber auch im Bereich Land- und Forstwirtschaft. Und die Firma Leitner kenne sie natürlich, hat diese in den letzten Jahren doch einige Seilbahnen in Georgien gebaut. 2020 verwirklichte Leitner unter anderem in Chiatura vier Stadtseilbahn-Projekte. „Wir werben sehr für Investitionen europäischer Firmen und so ist es auch unser Ziel, die Beziehungen zwischen Österreich und Georgien enger zu gestalten“, betonte Tsikhelashvili. Und es sei dabei oft so, dass die politischen und auch wirtschaftlichen Beziehungen in und zwischen den Regionen mit Leben gefüllt werden.

Dabei verwies sie auch darauf, dass 2022 die 40-jährige Städtepartnerschaft mit Innsbruck gefeiert werde. „Das wird uns die Gelegenheit geben, viel Georgien nach Innsbruck zu bringen und natürlich auch umgekehrt“, betonte die Botschafterin. (hu)

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