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Ein Leben in der Schieflage: Evi Romen über ihr Regiedebüt „Hochwald“

Die Südtirolerin Evi Romen legt mit „Hochwald“ ihr Regiedebüt vor. Die TT hat mit ihr über Heimatfilme von heute, große Themen in engen Dörfern und ein produktives „Nein“ von Adriano Celentano gesprochen.

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Thomas Prenn spielt in „Hochwald“ einen Außenseiter, der versucht, aus der Enge eines Bergdorfes auszubrechen. Dafür wurde er mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.
© Polyfilm

Sie zählen zu Österreichs bedeutendsten Film-Editorinnen. Mit „Hochwald“ debütieren Sie als Regisseurin. Was steht hinter diesem Rollenwechsel?

Evi Romen: Als ich 2016 für „Casanova Variations“ den Österreichischen Filmpreis für den besten Schnitt bekam, fühlte sich das irgendwie nach Lebenswerk-Preis an. Alles klang seltsam nach Ende. Mir wurde klar, dass ich mich neuen Herausforderungen stellen musste.

„Hochwald“ handelt von einem jungen Mann, dessen Leben in eine dramatische Schieflage gerät.

Romen: Schieflage ist ein schönes Bild. Für mich ist „Hochwald“ ein Heimatfilm. Aber eben ein Heimatfilm, der vom Heute erzählt. Wer wie ich aus den Bergen kommt, kennt das Gefühl, in der Schieflage zu stehen. Ganz konkret, aber auch seelisch.

Sie erzählen von einem Außenseiter in der Enge eines Südtiroler Dorfes. Und von einem Ausbruchsversuch, der in der Katastrophe eines Terroranschlags endet.


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