Eingewöhnung soll für Auer nur kurz dauern: „Assen hat gleich mehrere Tücken“

Bei den DTM-Rennen am Wochenende in Assen (NED) hofft der Kufsteiner Lucas Auer auf ein Ausrufezeichen.

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Bei den DTM-Boxenstopps wird oft über Sieg und Niederlage entschieden: Lucas Auer (Mercedes).
© DTM

Von Daniel Suckert

Innsbruck, Assen – Auch der Heim-Auftritt in der Obersteiermark brachte Lucas Auer keine Rückkehr aufs Podest. Trotzdem ging es einen Schritt vorwärts. In Assen an diesem Wochenende will der Unterländer noch eine Schippe drauflegen. Das Deutsche Tourenwagen Masters biegt langsam auf die Saison-Zielgerade – nach dem Gastspiel in den Niederlanden folgen nur noch Hockenheim (1.–3. Oktober) und das Finale am Norisring (8.–10. Oktober).

In der Gesamtwertung geht der Vierkampf um die DTM-Krone zwischen Kelvin van der Linde (Audi), Liam Lawson (Ferrari), Maximilian Götz (Mercedes) und Marco Wittmann (BMW) in die heiße Phase. Da ist Auer als Siebter heuer nur Zaungast.

„Assen hat gleich mehrere Tücken“, holte der Mercedes-Pilot aus: „Zum einen ist der Asphalt dort für Motorräder aufgelegt. Das ist sehr speziell und das macht das Reifen-Management noch wichtiger, als es ohnedies schon ist.“ Aber neben dem Asphalt stachen dem Kufsteiner bei seiner ersten Analyse auch die Kurven ins Auge: „Es gibt neben den Highspeed-Passagen auch jede Menge schnelle Kurven. Was bedeutet, dass du schnell in einen Flow kommen musst.“ Das sind die Ingredienzen, um bei den beiden Rennen (Samstag, Sonntag ab 13 Uhr, Sat.1) glänzen zu können.

Bevor der Tiroler DTM-Beitrag heute beim Training (ab 13 und 15.40 Uhr) auf dem 4,5 Kilometer langen „Hochgeschwindigkeits-Tempel“ das Gaspedal durchdrücken wird, nützte er unter der Woche noch einen Testtag in Hockenheim aus. Die Suche nach der fehlenden „Pace“ hat beim Auer-Team noch kein Ende gefunden. Und zwischendurch war der vor wenigen Tagen 27 Jahre alt gewordene Auer auch noch Gast bei der IAA-Messe in München.

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In den Niederlanden werden noch zwei weitere rot-weiß-rote Piloten am Start sein: Mirko Bortolotti („Es war immer mein Traum, einmal in der DTM zu fahren“) gibt im Lamborghini ein Gastspiel. Und Ex-Formel-1-Pilot Christian Klien macht das rot-weiß-rote Trio perfekt: „Gefühlt bin ich schon fast alle Rennstrecken auf der Welt gefahren und doch tauchen dann immer wieder welche auf, die man nicht kennt. Und so eine ist Assen.“


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