Seilbahnunglück in Italien: Italienischer Konsul traf Buben in Israel

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Insgesamt kamen bei dem Unfall im Piemont am 23. Mai 14 Menschen ums Leben.
© MIGUEL MEDINA

Rom, Tel Aviv – Der italienische Konsul in Tel Aviv hat am Freitag den nach Israel gebrachten überlebenden Buben des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore im Mai getroffen. Das Kind sei in guter Verfassung, sagte der Diplomat nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Der Sechsjährige lebt derzeit bei seinem Großvater mütterlicher Seite.

Die italienische Justiz hatte Untersuchungen gegen die Großeltern des Sechsjährigen aufgenommen, nachdem er Anfang September von der Familie mütterlicherseits von Italien nach Israel gebracht worden war. Der Vorwurf lautet auf Kindesentführung. Der Bub, der als einziger das Seilbahnunglück im Mai überlebt hatte, soll von den israelischen Verwandten der in Italien lebenden Tante entzogen worden sein, die von den italienischen Behörden das Fürsorgerecht erhalten hatte.

Der Bub hatte beim Absturz einer Seilbahn-Gondel am 23. Mai seine Eltern und seinen Bruder verloren. Insgesamt kamen bei dem Unfall im Piemont 14 Menschen ums Leben. Ein Gericht ernannte daraufhin die in Pavia in der Region Lombardei lebende Schwester des Vaters zum Vormund. Der Familienstreit um das Kind sorgt in Italien für großes mediales Interesse.

Die in Italien lebende Tante und ihr Mann reisen kommende Woche nach Israel in der Hoffnung, eine Einigung mit den Großeltern des Kindes zu erzielen. Mit dem Fall beschäftigt sich auch das Außenministerium in Rom. (APA)


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