Tobias Plangger nach fünftem Platz bei WM: „Viel geschlafen habe ich nicht“

Tobias Plangger strahlte auch am Tag nach seinem fünften WM-Platz im Speed über beide Ohren. Für Jakob Schubert lief es hingegen nicht in der Boulder-Quali.

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Tobias Plangger holte in Moskau alles heraus.
© KVÖ/Wilhelm

Von Max Ischia

Moskau – Noch am Donnerstagabend hatte Tobias Plangger bei der Kletter-Weltmeisterschaft in Moskau mit Rang fünf im Speedbewerb für das mit Abstand beste WM-Ergebnis der Verbandsgeschichte gesorgt, Freitagnachmittag saß er bereits wieder mit seiner Mama und den Großeltern zuhause in Thaur bei Kaffee und Joghurt-Cremeschnitten.

Nicht etwa stringente Corona-Vorschriften der Gastgeber hatten zur frühen Heimreise gedrängt, sondern ausschließlich der ambitionierte Wettkampfplan: „Nächsten Sonntag haben wir in Innsbruck Staatsmeisterschaft und dafür wollen wir bestmöglich vorbereitet sein“, sagte einer, der in Moskau gewissermaßen rot-weiß-rote Speed-Geschichte geschrieben hatte.

Schon der 15. Rang und der damit verbundene Einzug ins 16er-Finale war als großer Erfolg gewertet worden, ehe Plangger in der Entscheidung noch einen draufsetzte. Im Achtelfinale schaltete er sensationell den Qualifikations-Zweiten Dimitrii Timofeev (RUS) aus, ehe er sich in der Runde der besten acht um eine Hundertstel dem Spanier Erik Noya Cardona beugen musste. „Schade, aber hätte mir einer im Vorfeld gesagt, dass ich WM-Fünfter würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, frohlockte der 20-Jährige, der noch bis 2 Uhr morgens im Bett lag und Glückwunsch-SMS beantwortete. „Viel geschlafen habe ich nicht“, sagte er, zumal bereits um 5.30 Uhr in Moskau der Wecker klingelte und damit quasi die Heimreise einläutete.

Für Jakob Schubert begann die WM gestern mit einer Enttäuschung. Der Vizeweltmeister von 2019 blieb wie Teamkollege Nicolai Uznik in der Boulder-Qualifikation hängen. „Schon ärgerlich, weil ich mehr draufgehabt hätte. Aber es hat sich abermals gezeigt, wie eng es gerade im Bouldern zugeht.“ Besser machten es die Damen: Sowohl Johanna Färber als auch Franziska Sterrer schafften es ins heutige Semifinale.

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