USA: Nun ist auch der Freund der vermissten Gabby Petito verschwunden

Die vermisste 22-Jährige, die seit Tagen die Schlagzeilen in den USA beherrscht, ist immer noch nicht gefunden. Ihr Freund, der ohne sie von einem Roadtrip zurückgekehrt war, hatte zunächst geschwiegen. Jetzt ist er selbst spurlos verschwunden.

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Gabrielle Petito wurde im August von der Polizei befragt. Sie wirkte verstört und weinte. Die junge Frau hatte sich zuvor mit ihrem Freund während der Fahrt gestritten.
© Handout / Moab City Police Department / AFP

North Port – Neue Wendung im Fall der vermissten Gabby Petito in den USA: Nachdem ihr Freund alleine von einer gemeinsamen Reise zurückgekehrt war, ist nun auch er verschwunden. Die Polizei in Florida und das FBI suchen nach dem 23-Jährigen, hieß es am späten Freitag (Ortszeit) in einer auf Twitter verbreiteten Mitteilung. Zuletzt habe seine Familie ihn am Dienstag gesehen, teilten die Ermittler unter Berufung auf die Angehörigen mit.

„Wir können die Frustration der Öffentlichkeit nachvollziehen, auch wir sind frustriert“, teilten die Ermittler weiter mit. Tagelang hatten sie und die Eltern der vermissten Petito an den Freund und dessen Familie appelliert, sich zu äußern. Doch die hatten bisher geschwiegen. „Am Freitag haben sie (die Angehörigen des Freundes) zum ersten Mal ausführlich mit den Ermittlern gesprochen.“

Auch Petitos Familie reagierte auf die neue Wendung und warf dem 23-Jährigen vor, sich zu verstecken. Er werde nicht vermisst, zitierte der Sender CNN den Anwalt der Familie, Richard Stafford.

Freund "Person von Interesse"

In den USA suchen die Behörden seit Tagen fieberhaft nach der 22-jährigen Gabby Petito. Auch außerhalb des Landes macht der Fall Schlagzeilen. Das Paar hatte zunächst über die Sozialen Medien zahlreiche schöne Bilder vom gemeinsamen Roadtrip in einem umgebauten Lieferwagen durch die USA geteilt. Doch es gibt auch Aufnahmen einer polizeilichen Körperkamera: Mitte August wurde die Polizei Berichten zufolge im US-Bundesstaat Utah wegen eines möglichen Falles von häuslicher Gewalt zu dem Paar und seinem Wagen gerufen. Darauf ist Petito weinend zu sehen, sie wirkt aufgelöst.

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Brian Laundrie sprach ebenfalls mit der Polizei. Er war ruhiger und erklärte, dass er einen Unfall gebaut hatte, weil ihn seine Freundin während der Fahrt geschlagen hätte.
© Handout / Moab City Police Department / AFP

Am 1. September kehrte der Freund laut Polizei alleine zurück nach Hause, zehn Tage später meldeten Petitos Eltern ihre Tochter als vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass Petito sich im Grand-Teton-Nationalpark in Wyoming aufhielt, bevor sie das letzte Mal mit ihrer Familie Kontakt hatte.

Der Freund sei zwar eine „Person von Interesse“ im Zusammenhang mit Petitos Verschwinden, er werde aber nicht wegen eines Verbrechens gesucht, teilten die Ermittler am Freitag weiter mit. „Wir arbeiten derzeit nicht an der Aufklärung eines Verbrechens.“ Es handele sich um Ermittlungen im Zusammenhang mit mehreren vermissten Personen. (dpa)


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