Unternehmen Blue Mountain: Während, für und wegen der Pandemie entstanden

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Blue Mountain bietet Logistik und Organisation für Corona-Tests und Impfungen an.
© Blue Mountain

Innsbruck – Das Unternehmen Blue Mountain startete im Juni 2020 zu dritt. 50 Mitarbeiter waren es drei Monate später, 70 im Dezember, 120 im Mai – 60 Menschen sind heute für die Firma tätig, die an „Ansätzen und Lösungen zur wirtschaftlichen Bewältigung von Pandemiefragen“ arbeitet. Und das scheint zu funktionieren.

Im Mai betreute Blue Mountain mehrere Teststraßen, führte über die Hälfte der Hotel-Testungen in Tirol durch, die TT berichtete. Heute liegt der Fokus auf betrieblichen Impfungen, erklärt Chef Alex Brunner. Die Test-Nachfrage sei inzwischen stark gesunken. Doch wie funktioniert ein Betrieb, der sich in so kurzer Zeit verdoppelt – und wieder auf die Hälfte zurückschrumpft? Und wie kann man zu etwas beraten, was man selbst zum ersten Mal erlebt?

Man müsse flexibel sein, sagt Brunner. Mitarbeiter werden schon vor Einstellung darüber informiert, dass man nicht wisse, ob man sie halten könne – viele Angestellte seien aber Studenten, die ohnehin nur auf Zeit arbeiten wollen. „Aber natürlich versuchen wir, uns bei einem Personalstand einzupendeln, den man dann halten kann“, so Brunner. Das sei aber ob der Pandemie-Entwicklung nicht so leicht.

Mit den sich ständig ändernden Bedingungen sei eine langfristige Planung schwierig, gleichermaßen lebt der Betrieb davon. „Wir beraten Firmen, wie sie Events durchführen können oder welche Test- oder Impfstrategien für sie sinnvoll sind“, sagt Brunner. Dabei baue man auf „Expertise in den Bereichen, Diagnostik, Organisation und Beratung“ – Brunner ist auch Geschäftsführer einer Krankenanstalt und eines Reisebüros.

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Das Start-up finanziert sich selbst, ob es sich in einer Post-Corona-Welt halten kann, wird sich zeigen. „Ein Betrieb sollte nicht zum Selbstzweck werden“, sagt Brunner und tüftelt an neuen Strategien: Pandemie-Erfahrungen könne man für die Grippe nützen. (ah)


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