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José Carreras im Interview: „Dieser Abschied ist mehr als eine hohe Ehre“

Der spanische Opernsänger José Carreras war für eine Gala in Wien. Im Interview sprach er über Lampenfieber, Lieblingskollegen und Lionel Messi.

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74 Jahre und noch kein bisschen leise – José Carreras hat aber auch nach 50 Jahren auf der Bühne immer noch Angst, das Publikum zu enttäuschen.
© imago

Wien – Die Wiener Staatsoper zeigt sich einem ihrer großen Stars gegenüber dankbar. José Carreras durfte sich vergangenen Dienstag mit einer großen Gala verabschieden. Der ORF zeichnete das Ereignis auf und wird es am 3. Oktober auf ORF III ausstrahlen. In Begleitung seines Sohnes Albert kam der 74-jährige Sänger zu einer Plauderstunde in die Wiener Niederlassung der Firma Chopard, die seine Leukaemia Foundation seit Jahren unterstützt.

Herr Carreras, auf einem großen Poster, das hier in den Räumlichkeiten steht, fällt auf, dass Ihr Vorname „Josep“ geschrieben ist.

José Carreras: Weil das der Name ist, der mir wirklich gegeben wurde. Aber mein Vater war Republikaner und durfte nach dem Spanischen Bürgerkrieg seinen Beruf als Gymnasiallehrer nicht mehr ausüben. Wir wanderten vorübergehend nach Argentinien aus, nach der Rückkehr musste er als Verkehrspolizist arbeiten. Und ich durfte mich offiziell nur José nennen. Das blieb mir dann überall auf der Welt, aber daheim in Kaledonien bin ich längst wieder Josep.


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