Plus

Ökologe Füreder: „Neue Kraftwerke sind kein Ausweg aus der Klimakrise“

Ökologe Leopold Füreder spricht vor dem Life-Lech-Symposium über den Nutzen naturnaher Flüsse für Tiere und Pflanzen und als Hochwasserschutz.

  • Artikel
  • Diskussion
Der Lech wird zu Recht „der letzte Wilde“ Europas genannt. Dort findet kommende Woche ein internationales Symposium zu Wildflusslandschaften statt.
© TT-Archiv/Huter

Was ist das Besondere am Lech?

Leopold Füreder: Er ist einer der „letzten Wilden“ in Eu­ropa. Er besitzt noch ein dynamisches Gewässersystem, bei dem sich die Lebensbe­dingungen für Tiere und Pflanzen ständig ändern. Eigentlich hätten alle Flüsse aus den Alpen, die in die Vorländer flie­ßen, diese Charakteristik. Aber die Großen wurden verbaut, entweder wegen des Hochwasserschutzes oder mit Kraftwerken. Selbst die Isel ist in einigen Abschnitten verbaut.

Was wird im Rahmen des Life-Projektes am Lech umgesetzt?

Füreder: Es gibt zwölf große Abschnitte, auf de­nen Bausünden der Ver­gangenheit gutge­macht wurden. Der Lech wurde großräumig verbreitert, es wurden Lebensräume für bestimmte Pflanzen und Tiere neu ge­schaffen.


Kommentieren


Schlagworte