Ökologe Füreder: „Neue Kraftwerke sind kein Ausweg aus der Klimakrise“
Ökologe Leopold Füreder spricht vor dem Life-Lech-Symposium über den Nutzen naturnaher Flüsse für Tiere und Pflanzen und als Hochwasserschutz.
Was ist das Besondere am Lech?
Leopold Füreder: Er ist einer der „letzten Wilden“ in Europa. Er besitzt noch ein dynamisches Gewässersystem, bei dem sich die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen ständig ändern. Eigentlich hätten alle Flüsse aus den Alpen, die in die Vorländer fließen, diese Charakteristik. Aber die Großen wurden verbaut, entweder wegen des Hochwasserschutzes oder mit Kraftwerken. Selbst die Isel ist in einigen Abschnitten verbaut.
Was wird im Rahmen des Life-Projektes am Lech umgesetzt?
Füreder: Es gibt zwölf große Abschnitte, auf denen Bausünden der Vergangenheit gutgemacht wurden. Der Lech wurde großräumig verbreitert, es wurden Lebensräume für bestimmte Pflanzen und Tiere neu geschaffen.
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