Brand in Baustollen im Kühtai: Sechs Arbeiter leicht verletzt

Ein Bohrwagen fing am Sonntag im Kontrollstollen auf der Kraftwerksbaustelle Kühtai Feuer. Die Arbeiter warteten die Löscharbeiten in dem Rettunsgcontainer ab.

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Nachdem der Brand gelöscht war, wurden alle Arbeiter leicht verletzt aus dem Tunnel geborgen.
© zeitungsfoto.at/Liebl Daniel

Kühtai – Glimpflich endete am Sonntagnachmittag ein Feuer im Kontrollstollen auf der Kraftwerksbaustelle Kühtai: Ein Bohrwagen war gegen 15.15 Uhr in Brand geraten, wie die Tiwag in einer Aussendung mitteilte. Die Maschine befand sich laut Polizei in einer Vortriebstiefe von etwa 400 Metern. Es entwickelte sich starker Rauch. Die sechs Arbeiter, die sich zu dem Zeitpunkt im Stollen befanden, brachten sich im Rettungscontainer in Sicherheit. Dort warteten sie die Löscharbeiten ab.

Der Brand an der Vortriebsbohrmaschine wurde von der installierten Selbstlöschungsanlage erstickt. Die Rauchentwicklung ließ nach. Etwa eine Stunde nach dem Alarm konnte die Feuerwehr die Männer im Alter zwischen 34 und 58 Jahren mit Fahrzeugen bergen und aus dem Stollen bringen.

Auch zwei Rettungshubschrauber waren vor Ort.
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"Bei unserem Eintreffen fanden wir sechs leicht verletzte Personen vor, die von den eingesetzten Kräften medizinisch erstversorgt wurden", sagte Monika Müller, Einsatzleiterin des Roten Kreuzes. Laut Polizei diagnostizierten die Notärzte leichte Rauchgasvergiftungen. Die sechs Männer wurden vorsorglich in die Krankenhäuser in Hall, Innsbruck und Zams gebracht.

Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Silz, Kühtai, Ochsengarten, St. Sigmund, Gries und die Berufsfeuerwehr Innsbruck mit insgesamt 140 Personen, fünf Rettungswagen, zwei Notarzthubschrauber und die Polizei Oetz.

"Gott sei dank ist alles gut ausgegangen. Die für solche Notfälle vorgesehene Rettungskette hat perfekt funktioniert" sagte Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. "Wir gehen davon aus, dass ab Montag wieder die Arbeiten aufgenommen werden können", sagte Entstrasser. (TT.com)


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