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Streit ums Gartenwasser: Gleiches Recht für alle

Kassiert die Gemeinde Geld, das ihr nicht zusteht? Dieser Meinung ist ein Axamer. Er will für Gartenwasser, das im Boden versickert, keine Kanalgebühren bezahlen.

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Das Wasser, mit dem im Garten die Pflanzen gegossen werden, fließt nicht in den Abwasserkanal der Gemeinde. Kosten werden trotzdem berechnet.
© iStock

Von Michaela S. Paulmichl

Axams – Beim Hausbau vor 19 Jahren ließ ein Axamer eine zweite Wasseruhr installieren, um den Verbrauch im Garten getrennt abrechnen zu können. Da das Wasser, mit dem er die Pflanzen gießt, im Boden versickert, ging er davon aus, dafür keine Kanalgebühren bezahlen zu müssen. Doch die Gemeinde verrechnet diese nach dem anfallenden Verbrauch von Wasser, egal ob es schließlich im Haus in den Kanal abrinnt oder draußen Blumenbeete damit bewässert werden. Auf seine Nachfrage erhielt der Axamer zur Antwort, dass die Kanalgebührenordnung der Gemeinde keine Befreiung für Gartenwasser vorsieht. Für den Tiroler aber steht fest, „dass die Gemeinde für etwas Geld kassiert, das ihr nicht zusteht“.

Seit 18 Jahren kämpfe er inzwischen gegen „diese Ungerechtigkeit“ an: „Für mich stellen sich mehrere Fragen: Kann jeder Bürgermeister seine Wasserleitungsgebührenverordnung unabhängig von einer Landesvorgabe erlassen? Und weshalb wird diese von der einen Gemeinde akzeptiert, von der anderen aber nicht? Gilt da kein gleiches Recht für alle?“


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