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Tiroler Doppelbudget wird Kraftakt: Schulden sollen unter Milliarde bleiben

Schwarz-grüne Tiroler Landesregierung zieht sich Dienstag und Mittwoch zu Beratungen über die Schwerpunkte im Herbst nach Ehrwald zurück: Doppelbudget, Klima- und Pflegemaßnahmen fordern die Koalition.

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Finanzen, Pflege und Klima stehen diese Woche auf dem Programm der Regierungsklausur im Außerfern.
© APA, Böhm, imago

Von Peter Nindler

Innsbruck, Ehrwald – Das Doppelbudget 2022/2023 markiert eine Weggabelung: Es ist nämlich der letzte Landeshaushalt vor der Landtagswahl. Im Dezember soll er planmäßig beschlossen werden. Im schwarz-grünen Regierungsprogramm ist das Doppelbudget vereinbart, trotzdem gibt es immer wieder Kritik daran. Besonders dann, wenn in der laufenden Budgetphase nachgebessert werden muss. Corona hat das aktuelle Doppelbudget kräftig durcheinandergewirbelt und den Schuldenrucksack des Landes deutlich schwerer gemacht. Heuer kommt außerdem noch einiges dazu.

Im Vorjahr hatte Schwarz-Grün ursprünglich Ausgaben von 4,37 Milliarden Euro vorgesehen, nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 erfolgte jedoch eine notwendige Erhöhung des öffentlichen Schuldenstands um 334 Millionen Euro. Sie ist zum einen auf den verminderten Anteil an Bundessteuern (Ertragsanteile) von 168 Millionen Euro zurückzuführen und andererseits auf die pandemiebedingten Mehrausgaben von 170 Millionen Euro.


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