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Land wünscht eigenständige Notarztversorgung im Pustertal

Symbolfoto.
© JAKOB GRUBER

Sillian – Die Notfallversorgung für das Hochpustertal in Osttirol sei trotz der jüngsten Vorkommnisse um einen lückenhaften September-Dienstplan sichergestellt, versucht das Land Tirol die Wogen zu glätten.

Derzeit wird das Hochpustertal bei Alarmierungen untertags grundsätzlich vom Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) Lienz mitversorgt. „Diese Versorgung entspricht durchaus dem, was auch in anderen vergleichbaren Regionen Tirols vorgehalten wird“, argumentiert das Land die Situation auf Anfrage. Allerdings kann die Anfahrtszeit zu den entlegensten Siedlungen bis zu eine Stunde dauern – vorausgesetzt, das Notarzt-Einsatzfahrzeug kann sofort nach der Alarmierung in Lienz starten und ist nicht gerade an einen anderen Einsatz gebunden. Das kann in der Nacht durchaus vorkommen, betreut man zum Teil doch auch Oberkärntner Gemeinden mit.

Zusätzlich zum NEF Lienz könne im Bedarfsfall auch der Notarzthubschrauber in Lienz alarmiert werden („je nach Art des Notfalls“). In den Nachtstunden gibt es jedoch bekanntlich ausschließlich die bodengebundene Versorgung.

In den Talschaften würden im Bedarfsfall wie auch bisher die dort niedergelassenen Ärzte über ein so genanntes „First-Responder-System“ die notärztliche Versorgung mit unterstützen. „Unabhängig davon ist das Land Tirol aber nach wie vor an einer eigenständigen notärztlichen Versorgung für das Hochpustertal interessiert. Entsprechende Abstimmungen dazu finden derzeit statt.“

Die Kündigung ihres Notarzt-Vertrages mit dem Land wurde der Sillianer Sprengel- und Notärztin Rhonda Sternik am Freitag eingeschrieben zugestellt. Die Medizinerin scheidet damit bis auf Weiteres aus dem Notarztdienst aus. (bcp)

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