Zwangsehe: Anlaufstelle für Betroffene in Innsbruck geplant

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Wien – Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) stellt heute im Rahmen der von ihr initiierten „1. Österreichischen Integrationskonferenz“ in Wien ihre Schwerpunkte im Kampf gegen patriarchale Strukturen und Ehrkulturen vor. Die Ministerin will in dem Zusammenhang Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund stärken.

Dazu wird Raab ein Maßnahmenpaket ankündigen, wie es im Vorfeld hieß. So soll es mehr Beratungen für Frauen mit Migrationshintergrund in den Zentren des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) geben. Geplant ist auch die Eröffnung einer Anlaufstelle für von Zwangsehe betroffene oder bedrohte Mädchen und Frauen in Innsbruck. Avisiert ist der Start der Einrichtung für diesen Herbst. Eine Koordinierungsstelle zu weiblicher Genitalverstümmelung soll etabliert werden. Österreichweite Präventions-Workshops sollen sich zudem an „Burschen und junge Männer aus ehrkulturellen Milieus“ richten. Und es soll eine „Schulbesuchsoffensive von Integrationsbotschaftern“ zu den Themen der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen geben. Raab befindet, man müsse „konsequent gegen patriarchale Strukturen und Ehrkultur ankämpfen“.

Als Gastredner werden die Autorin und ehemalige Femen-Aktivistin Zana Ramadani sowie der deutsche Psychologe und Integrationsexperte Ahmad Mansour sprechen. (sas)

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