Den Haien fehlte von hinten bis vorne die Kraft

Nach einer 1:0-Führung kamen die dezimierten Innsbrucker Haie gegen die Bratislava Capitals vor 1500 Zuschauern mit 1:5 unter die Räder.

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Die Boxeinlage von Verteidiger Ben Betker (l.) kostete die Innsbrucker Haie bei der 1:5-Heimniederlage gegen die Bratislava Capitals zu viel Kraft.
© Rita Falk

Von Alex Gruber

Innsbruck – Das dritte Saisonspiel der Innsbrucker Haie binnen fünf Tagen begann am Dienstag in der Tiwag-Arena mit überlegenen Gästen aus der Slowakei. Im ersten Powerplay konnten sich die Gastgeber aus der Umklammerung lösen, klopften zunächst durch Daniel Leavens bei Brastilava-Goalie Connor Lacouvee an (6.), um eine Minute später nach einem starken Spielzug in numerischer Überlegenheit durch Verteidiger Joel Messner mit 1:0 (7.) in Führung zu gehen.

Was dann HCI-Verteidiger Ben Betker geritten hat, als er ohne Handschuhe in einen Fight mit Immo Eriksson – der verweigerte schlauerweise – gehen wollte, war nicht zu erkennen, endete für Betker aber nach 16 Minuten mit einer Fünfminuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig unter der Dusche. Gut, dass Caps-Verteidiger Tyler Nannee den Haien entgegenkam und für einen Check auch Zwei-plus-Zwei-Strafminuten kassierte. So ging es in Gleichzahl in die erste Drittelpause.

Im zweiten Abschnitt fehlte bei den Haien plötzlich auch Angreifer Alex Dostie und der Druck von Bratislava wurde im Minutentakt immer größer. Zunächst war HCI-Goalie Tom McCollum zwar mehrmals mit Großtaten Fels in der Brandung, ehe sich der US-Amerikaner zweimal im kurzen Eck gegen David Bondra (1:1/32.) und Martin Chovan (1:2/36.) überraschen ließ.

Nach 40 Minuten war die Hoffnung, dass sich die ersatzgeschwächten Haie – der operierte Luis Ludin war in der Halle – noch einmal aufbäumen können, eher klein.

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Mit Topchancen für Zach Magwood (43.) und Daniel Leavens (47.) meldeten sich die Hausherren im letzten Drittel offensiv mit zwei Ausgleichschancen zurück, dann kassierte McCollum aber erneut einen vermeidbaren Treffer ins kurze Eck zum 1:3 (47.). 100 Sekunden später und nach dem vierten Gegentreffer war die Messe zugunsten der Bratislava Capitals gelesen. Die Haie müssen sich vor dem Linz-Gastspiel damit auseinandersetzen, wie man die Flut an Gegentreffern (schon 14) eindämmt.


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