Plus

Luis Durnwalder: „Region Trentino-Südtirol gehört weg“

Anlässlich seines 80. Geburtstags spricht sich der ehemalige Landeshauptmann Luis Durnwalder für die Auflösung der Region und für ein eigenständiges autonomes Land Südtirol aus. Die Verurteilung belastet ihn.

  • Artikel
  • Diskussion
Das Loslassen von der Politik war für den ehemaligen Landeshauptmann Luis Durnwalder nicht einfach: „Die Hände haben etwas anderes gesagt als der Kopf.“
© „D“/Life

Von Peter Nindler

Bozen – Es ist ein Fauxpass, Luis Durnwalder mit Altlandeshauptmann anzusprechen. Wer Südtirol 25 Jahre lang „absolut“ regiert und dies dermaßen verinnerlicht hat, ist der personifizierte Landeshauptmann a. d. Die Politik bleibt Teil seines Lebens, davon kann sich Durnwalder auch acht Jahre nach seinem „Pensionsantritt“ nicht abkoppeln. Morgen feiert der Vater einer zwölfjährigen Tochter seinen 80. Geburtstag. Nicht ganz sorgenfrei.

Sein „ich bin zufrieden“ klingt ehrlich, aber angesichts seiner Verurteilung zu 30 Monaten Haft in der Causa Sonderfonds nicht überschwänglich. Es geht um Spesen während seiner Amtszeit. Dafür hatte er ein eigenes Konto, doch im Zusammenhang mit den Abrechnungsmodalitäten wurde Durnwalder wegen Veruntreuung schuldig gesprochen. „Ich bin mir keiner Schuld bewusst, selbst der Staatsanwalt hat erklärt, dass ich nie einen Cent in die eigene Tasche gewirtschaftet habe“, sagt er im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.


Kommentieren


Schlagworte