Hochbetrieb für Österreichs Staatsspitze in New York

Bundespräsident, Kanzler und Außenminister bei der UNO-Generaldebatte in New York.

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Montag bei einer Gedenkveranstaltung das 9/11 Memorial Museum.
© APA/Bundesheer/Lechner

Von Floo Weißmann aus New York

New York – New York und die Vereinten Nationen mögen weiterhin im Zeichen der Pandemie stehen. In den Straßen um das UNO-Hauptquartier wimmelt es heuer weniger als sonst zur Generaldebatte. Für Österreich allerdings herrscht wieder diplomatischer Hochbetrieb. Bundespräsident, Kanzler und Außenminister sind angereist. Weil jeder typischerweise seinesgleichen trifft, kann die Republik auf drei protokollarischen Ebenen zugleich netzwerken.

„Es ist die Weltbühne“, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen vor österreichischen Journalisten. Er trifft in New York u. a. ein halbes Dutzend Staatsoberhäupter, was sonst nur mit ebenso vielen Reisen möglich wäre. Von den persönlichen Gesprächen am Rande der UNO-Generaldebatte „zehrt man Monate“, pflichtete Außenminister Alexander Schallenberg bei. Für ihn geht es auch darum, die Diplomatie wieder anzuwerfen. Die Pandemie habe wie ein Brandbeschleuniger auf Konflikte gewirkt, sagt er.

Gestern Abend lud Österreich in New York zu einem runden Tisch, um über Afghanistan und die Lage von Mädchen und Frauen nach der Machtübernahme der Taliban zu sprechen. An dem Treffen nahmen u.a. UNO-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi und Regierungsmitglieder von neun Ländern teil. Alle hätten sich zur humanitären Hilfe bekannt und sich für Druck auf die Taliban ausgesprochen, so das Bundeskanzleramt.

Kanzler Sebastian Kurz unterzeichnete gestern mit seinem australischen Amtskollegen ein Strategisches Partnerschaftsarrangement.

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Zu Österreichs Schwerpunkten in der UNO-Woche zählen auch der Klimawandel und die Pandemie. Die ungleiche Verteilung von Impfstoff in der Welt zeigt sich laut Kurz auch darin, dass heuer nicht alle UNO-Mitglieder physisch in New York vertreten sind. Es sei „ein Segen, dass wir in Österreich und in Europa mit ausreichend Impfstoff ausgestattet sind. Andere Länder würden sich das herbeisehnen.“ Österreichs Rede vor der UNO trägt Außenminister Schallenberg in der Nacht auf Samstag vor.


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