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Freizeitwohnsitze: Harsche Kritik an „Immobilien-Lobbyisten“

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Vor allem die Region rund um Kitzbühel ist ein Hotspot für (illegale) Freizeitwohnsitze.
© Falk

Innsbruck – Wie viele Personen hinter der Initiative „Vision für unser Leben in Tirol“ stehen, ist nicht bekannt. Ihr Sprecher und Ellmauer Gemeindevorstand Gerhard Pohl spricht von 100 Personen, die sich gegen die aus seiner Sicht „überschießenden Kontrollen“ von Freizeitwohnsitzen wehren. In der ÖVP herrscht jedenfalls Aufregung, schließlich ist Pohl auch örtlicher ÖVP-Wirtschaftsbundobmann und derzeit in sieben Immobilien- bzw. Bauträgerfirmen im Unterland engagiert.

Aus dem ÖVP-Arbeitnehmerbund kommt deshalb postwendend harsche Kritik. Dass Immobilienentwickler und -unternehmer wegen der strikten Haltung bei den Freizeitwohnsitzen gegen Landesrat Johannes Tratter (VP) mobilmachen, stößt dem VP-Wohnbausprecher und Bürgermeister Dominik Mainusch sauer auf. „Die Aussagen des Initiators lassen mich fassungslos zurück. Gerade die Region rund um den Wilden Kaiser hat mit illegalen Freizeitwohnsitzen zu kämpfen, hier kann man die Situation am Wohnungsmarkt nicht einfach schönreden. Es muss Schluss sein mit der Freizeitwohnsitz-Romantik.“


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