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Volksschule Oetzerau: 18 Schüler machen auch eine Schule

Bei Volksschuldirektor Matthias Pamer in Oetzerau im Ötztal passen alle Schüler in einen Raum. Er leitet eine von 54 Kleinschulen in Tirol, die nur eine einzige Klasse haben. Das hat Vor- und Nachteile.

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Schuldirektor Matthias Pamer (o.) unterrichtet alle Schüler in einer Klasse, mit Ausnahme der Hauptfächer.
© Böhm

Von Andrea Wieser

Oetz/Oetzerau – Melina (5) Lilly (7) und Leonie (9) sitzen gemeinsam vor ihrer Volksschule auf einer Bank. Es ist große Pause. Wenn sie ins Schulgebäude zurückkehren, gehen sie aber nicht getrennte Wege. Sie suchen dasselbe Klassenzimmer auf, da sie trotz großen Altersunterschieds in eine Klasse gehen. Es gibt in Oetzerau nämlich nur eine.

In dem zur Gemeinde Oetz im Ötztal gehörigen Dorf hoch oben an der Sonnenkante sind heuer 18 Schüler zusammengekommen. Für Direktor Matthias Pamer (30) bedeutet das, dass er in den meisten Fächern alle Kinder gemeinsam unterrichtet. „Aber in Deutsch und Mathematik können wir die Kinder trennen“, sagt er. Dann teilt er sich den Unterricht mit seiner Kollegin Nicole Neurauter. Sie unterstützt ihn auch im Werkunterricht.


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