Ein Leben für die SOS-Kinderdörfer: Helmut Kutin im Zeitzeugengespräch

Vom Kinderdorf-Kind zum Präsidenten der weltumspannenden Organisation: Helmut Kutin hat viel zu erzählen. Am 5. Oktober tut er das als Zeitzeuge.

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Helmut Kutin, wie ihn die Welt kennt und er sich am liebsten sieht: mit Kindern, denen er ein Zuhause gab.
© Alexander Gabriel

Innsbruck – „Die größte Not des Kindes ist es, zu niemandem zu gehören. Das Fehlen von Ausbildung, Nahrung und Kleidung ist für ein Kind leichter zu ertragen, als alleine zu sein, ohne Zuhause, ohne Zugehörigkeit.“ Dieser Satz von Helmut Kutin ist eine treffende Beschreibung der SOS-Kinderdorf-Idee. Und er charakterisiert auch Helmut Kutin selbst.

Kutin weiß, wovon er spricht. 1953 kam der gebürtige Südtiroler nach einer Familientragödie in das erste SOS-Kinderdorf nach Imst. Er fand dort im Haus „Frieden“, was er am dringendsten brauchte: ein Zuhause, Zugehörigkeit. Und er traf seinen großen Mentor, Hermann Gmeiner, den Gründer der weltumspannenden SOS-Kinderdorf-Organisation. Gmeiner war es auch, der Kutin 1967 mit dem Bau des ersten vietnamesischen Kinderdorfes in Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt) beauftragte.

Kutin stieg in der SOS-Kinderdorf-Organisation immer weiter auf. Schließlich bestimmte ihn Gmeiner selbst 1985 zu seinem Nachfolger an der Spitze von SOS-Kinderdorf International. Das Hilfswerk unterhielt zu diesem Zeitpunkt 233 Kinderdörfer mit knapp 400 angeschlossenen Einrichtungen in 85 Ländern. Als er sein Amt 2012 an Siddhartha Kaul übergab, gab es 571 Kinderdörfer mit mehr als 1300 angeschlossenen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Jugendhäuser, Sozial- und Berufsbildungszentren) in 135 Ländern.

Darüber und über sein Leben für die Kinder dieser Welt spricht Helmut Kutin, der am 4. Oktober seinen 80. Geburtstag feiert, am Dienstag, 5. Oktober, um 19 Uhr mit Starautor Bernhard Aichner. Das Interview im Rahmen der Serie „Zeitzeugen im Gespräch“ von Land Tirol, ORF Tirol und Tiroler Tageszeitung findet im Haus der Musik in Innsbruck statt und beginnt um 19 Uhr. Gratis-Eintrittskarten gibt es im Haus der Musik, Kassa & Abholservice, oder unter www.haus-der-musik-innsbruck.at. Einlass nur mit 3-G-Nachweis. (TT, mz)


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