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Mehr als ein Monatsschmerz: Diagnose Endometriose

Endometriose wird nach wie vor unterschätzt und verharmlost. Eine neue Dokumentation räumt mit Mythen auf. Amy Schumer ging mit ihrer Uterus-Entfernung an die Öffentlichkeit.

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Amy Schumer möchte mit ihrer Offenheit das Thema Endometriose enttabuisieren.
© imago

Von Nicole Strozzi

Hall i.T. – Anfang dieser Woche teilte US-Komikerin Amy Schumer mit, dass sie sich wegen Endometriose die Gebärmutter und einen Teil des Blinddarms entfernen hat lassen. Der Arzt habe die Krankheit an 30 Stellen entdeckt und entfernt, erzählte die 40-Jährige, die 2019 ihren Sohn Gene David mittels künstlicher Befruchtung zur Welt gebracht hat, in einem Instagram-Beitrag.

Mittlerweile, so scheint es jedenfalls, wird öfter über die Unterleibserkrankung gesprochen, die jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter betrifft. „Es ist aber immer noch zu wenig“, sagt Peter Widschwendter, Primar der Gynäkologie und Leiter des Endometriosezentrums am Landeskrankenhaus Hall. „Die digitalen Treffen nehmen zwar zu. Das ist ein Segen, weil ein Austausch zu einer schnelleren Abklärung führt. Doch manchmal auch ein Fluch, weil in den sozialen Medien auch schreckliche Geschichten zirkulieren“, betont der Gynäkologe.


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