Nach tödlichem Unfall mit Baby: Kitzbüheler heute in Kärnten vor Gericht

Nach dem tragischen Unfall im Sommer des Vorjahres, bei dem eine 50-jährige Frau und ein sechs Monate altes Baby auf der Drautalstraße in Kärnten ums Leben kamen, muss sich der Vater des Kindes heute in Klagenfurt vor Gericht verantworten.

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Bei dem schrecklichen Frontalzusammenstoß in Kärnten kamen eine 50-jährige Einheimische und ein sechs Monate altes Baby aus Tirol ums Leben.
© APA/FF SACHSENBURG

Kitzbühel, Klagenfurt – Die tragischen Geschehnisse eines tödlichen Verkehrsunfalls im vorigen Sommer in Kärnten werden ab heute im Klagenfurter Landesgericht noch einmal aufgerollt: Vor dem Richter muss der Vater eines sechs Monate alten Mädchens, das bei dem Unfall ums Leben kam, Rede und Antwort stehen.

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Der Kitzbüheler war am 24. August 2020 auf der Heimfahrt aus dem Urlaub gegen 6 Uhr Früh in einer langgezogenen Kurve der Drautalstraße bei Sachsenburg auf die Gegenfahrbahn geraten und dort gegen das Auto einer 50-jährigen Kärntnerin geprallt. Das Auto der Steinfelderin wurde durch die Wucht des Anpralls über die Leitschiene katapultiert. Die Frau war auf der Stelle tot.

Auch der BMW des Tirolers wurde völlig zerstört. Er selbst, seine Frau und die sechs Monate alte Tochter auf dem Rücksitz wurden schwerst verletzt. Das Baby wurde noch ins Klinikum Klagenfurt geflogen, es hatte ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Einen Tag später verloren die Ärzte den Kampf um sein Leben.

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Als möglichen Grund für den Unfall führte die Kärntner Polizei einen Sekundenschlaf ins Feld. Der Tiroler muss sich heute wegen fahrlässiger Tötung verantworten, ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu zwei Jahre Haft. (TT.com)


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