Salzburger überwies Internetbetrügerin rund 100.000 Euro

Die Täterin gab sich laut Polizei als 40-jährige, in Amerika wohnhafte Deutsche aus. Sie gaukelte dem Opfer des sogenannten Love-Scamming vor, für ihr geerbtes, 131 Kilo schweres Gold kein Geld zu besitzen, um dessen "Ablöse" zahlen zu können.

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Salzburg/Hallein – Ein Salzburger ist auf die Lügengeschichte einer Internetbetrügerin hereingefallen und hat der Frau von April bis August insgesamt 100.000 Euro überwiesen. Die Täterin gab sich laut Polizei als 40-jährige, in Amerika wohnhafte Deutsche aus. Sie gaukelte dem Opfer des sogenannten Love-Scamming vor, für ihr geerbtes, 131 Kilo schweres Gold kein Geld zu besitzen, um dessen "Ablöse" zahlen zu können. Für den Verkauf des Edelmetalls sei in Amerika eine Lizenz notwendig.

Beim "Love-Scam" suchen die Täter in sozialen Netzwerken und auf Online-Partnerbörsen nach potenziellen Opfern. Sie versuchen, über die virtuelle Bekanntschaft eine emotionale Bindung aufzubauen, um dann den verliebten Opfern viel Geld herauszulocken. Die "Scammerin" hat den Salzburger im März erstmals kontaktiert und ihn offensichtlich ordentlich um den Finger gewickelt. Um die Lügengeschichte mit dem angeblich von ihrem Vater geerbten Gold zu untermauern, übermittelte sie dem 58-Jährigen ein Testament und mehrere Dokumente.

Weiters teilte sie dem Mann mit, dass sie gerade eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviere und deshalb keine finanzielle Mittel habe. Der Salzburger ließ sich erweichen, schickte ihr mehrere Geldbeträge und zum Geburtstag ein hochwertiges, neues Mobiltelefon. Schließlich schöpfte er doch Verdacht und erstattete am Montag eine Anzeige bei der Polizei. (APA)

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