Vom Dachboden bis zur Krypta: Der Tag des Denkmals führt an besondere Orte

Der letzte Sonntag im September ist jährlich der „Tag des Denkmals“. In ganz Österreich wird an 250, in Tirol an sechs sehr spezielle Orte geführt.

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Die Krypta der Kitzbüheler Liebfrauenkirche, die einzige original erhaltene gotische Unterkirche Tirols, wartet noch auf ihre Sanierung.
© Martin Mittermair

Innsbruck – Als Österreichs Beitrag zu den European Heritage Days wird seit 1998 jeweils am letzten Septembersonntag österreichweit der vom Bundesdenkmalamt organisierte „Tag des Denkmals“ begangen. 250 kulturhistorisch bemerkenswerte Objekte sind an diesem Tag bei freiem Eintritt zu besuchen, um sich mit Führungen verwöhnen zu lassen. Waren es 2019 in Tirol 21 dieser sehr speziellen Orte, sind es heuer ganze sechs.

Die Gelegenheit, die im Dachboden des Tiroler Volkskunstmuseums aufbewahrte Sammlung schön geschmiedeter alter Grabkreuze zu besichtigen, hat man nur an diesem Tag von 13 bis 17 Uhr im Rahmen von Führungen durch Museumsleiter Karl C. Berger. (Anmeldungen: h.kapferer@tiroler-landesmuseen.at). Wer mehr über Margarete von Österreich, eine der ganz starken Frauen neben den „Schwarzen Mandern“ in der Innsbrucker Hofkirche, erfahren will, hat dazu um 16 Uhr bei der Führung durch Silvia Köck-Biasiori Gelegenheit. (Anmeldung: besucherservice@tiroler-landesmuseen.at).

Von neun bis 17 Uhr lädt die Innsbrucker Hofburg zu einer Entdeckungsreise ein. Führungen (hofburg.ibk@burghauptmannschaft.at) um 11, 14 und 15.30 Uhr gibt es durch die kaiserlichen Appartements und den Gotischen Keller. Für die jüngsten BesucherInnen wird in der Ausstellung über Maximilian I. ein spannendes Quiz vorbereitet.

Davon, wie gut die vom Bundesdenkmalamt begleitete Metamorphose des ehemaligen Wiltener Schul- und Gemeindehauses inklusive Volksbad in der Michael-Gaismair-Straße in ein modernes Schulzentrum gelungen ist, kann sich, wer will, zwischen 9 und 17 Uhr überzeugen. Am besten bei Führungen (Anmeldung: tagdesdenkmals@iig.at) um 9, 10.30, 12, 13.30 und 15 Uhr zum Thema „Verschränkter Unterricht in historischer Bausubstanz“.

Die Gelegenheit, mit Gert Ammann und Walter Falkner zwei Stunden lang durch das barocke Längenfeld zu wandern, gibt es um 15 Uhr (Anmeldung bis heute: info@oetztalermuseen.at). Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Krypta der Kitzbüheler Liebfrauenkirche – der einzigen unverändert erhaltenen gotischen Unterkirche Tirols – werden am Tag des Denkmals um 18 Uhr im Rahmen einer Führung präsentiert. Für den Besuch aller Orte gilt die 3-G-Regel. (schlo)


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