Uneinigkeit über Genossenschaft: „Kufstein mobil“ wackelt noch

Im Kufsteiner Gemeinderat herrscht weiter Uneinigkeit über Gründung von Genossenschaft für alle Fragen der Mobilität.

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Das Angebot der Öffis in und rund um Kufstein soll mit einer Genossenschaft ausgebaut werden.
© Otter

Kufstein – Es wird eine knappe Abstimmung: Am 6. Oktober möchte Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) die Gemeinderäte über die Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft „Kufstein mobil“ abstimmen lassen. Sie soll als Interessenvertretung fungieren, den Ausbau des Regionalbusnetzes vorantreiben und alle mobilen Angebote vernetzen. Zudem will die Genossenschaft am Bahnhof Kufstein eine Info-Stelle eröffnen.

Die Uneinigkeit im Gemeinderat hatte Krumschnabel dazu veranlasst, eine geplante Abstimmung noch vor dem Sommer zu verschieben. Jetzt zeichnet sich eine Mehrheit ab, falls seine „Parteifreien“ geschlossen dahinterstehen. Volkspartei und die Gemeinsame Kufsteiner Liste (GKL) stemmen sich aber weiter dagegen, SPÖ-Mandatar Alexander Gfäller ist ein „Wackelkandidat“, wie er selbst von sich sagt. Er wünscht sich noch einen „runden Tisch für weitere Informationen“. Horst Steiner (Bürgerliste) und Victoria Da Costa (Grüne) werden mit den Parteifreien stimmen, die fraktionslose Gemeinderätin und NEOS-Kandidatin Birgit Obermüller ebenfalls, da sich eine breite Beteiligung auch anderer Gemeinden abzeichnet.

Geplant ist, dass sich im ersten Schritt an der Genossenschaft „Kufstein mobil“ die Stadt Kufstein, Stadtwerke und das Regionalmanagement „Kuusk“, das die Gemeinden rund um Kufstein umfasst, beteiligen. „Ich verstehe die Ablehnung nicht“, sagt der Bürgermeister in Richtung VP und GKL. Man könnte so „sehr flexibel auf Bedürfnisse reagieren“.

„Ich sehe nicht ein, dass Kufstein das alleine bezahlen soll“, meint hingegen GKL-Stadtrat Walter Thaler. Man könnte das Ganze wie bisher beim Regionalmanagement lassen, „oder geht der Kuusk das Geld aus?“, fragt sich Thaler. Für die VP hatte Vizebürgermeister Hannes Rauch bereits erklärt, dass seine Fraktion einen Mobilitätsbeauftragten befürworte, aber diesen im Rathaus sitzen sehen möchte, für weitere Beteiligungen will man einen Gemeindeverband. (wo)


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