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TT-Leitartikel zu leerstehenden Betten: Politisch am Leben erhalten

Die Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste TSD hat es auch nach sieben Jahren geschafft, betriebswirtschaftlich ausgeglichen zu bilanzieren. Ein Betriebszuschuss von 2,1 Millionen Euro verschleiert auch das politische Versagen.

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Peter Nindler

Leitartikel

Von Peter Nindler

Der seinerzeitige Gründungsgedanke für die Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste (TSD) war ein nachvollziehbarer: Die Auslagerung der Flüchtlingsagenden aus der Landesverwaltung argumentierte die Landesregierung 2014 damit, dass die Betreuung von Asylwerbern dadurch flexibler wird. Zum einem personell, andererseits in der Unterbringung der Flüchtlinge selbst und darüber hinaus noch finanziell. Sieben Jahre später muss diese schwarz-grüne politische Absicht als gescheitert bezeichnet werden. Denn die TSD sind nämlich alles andere als operativ wendig, sondern vielmehr schwerfällig. Und strukturell leidet die Flüchtlingsgesellschaft an einem permanenten Personalwechsel auf allen Ebenen. Von der angestrebten Kontinuität kann keine Rede sein.


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