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Papierkreislauf bei Zimmermann – Erfolgreich nachhaltig seit 151 Jahren

Die Zimmermann Ganahl AG ist spezialisiert auf die Sammlung, Sortierung und Aufbereitung von Altpapier, und trägt damit maßgeblich zur Kreislaufwirtschaft bei. Dazu zählt ebenfalls die Aktenvernichtung, die am Unternehmensstandort in Hall als auch direkt bei Betrieben vorgenommen werden kann.

Mit dem mobilen Aktenbeißer von Zimmermann können sensible Dokumente sogar vor Ort beim Kunden sachgerecht vernichtet werden – mit Zertifikat.
© Martin Vandory

Bereits bei der Unternehmensgründung vor über 150 Jahren erkannten Josef Zimmermann und seine Brüder die Bedeutung von Altmaterialien als Wertstoff. Sie begannen mit der Sammlung und dem Weiterverkauf von Abfällen und Altmaterialien, und gelten als Pioniere des modernen Recyclings. Besonders Altpapier wurde sehr stark nachgefragt, und so hat sich Zimmermann zu einem führenden industriellen Kreislaufunternehmen der Papierbranche entwickelt. Heute sind im Unternehmen 40 Mitarbeiter beschäftigt, pro Jahr werden rund 65.000 Tonnen Altpapier gesammelt, sortiert und manipuliert.

Bei Zimmermann in Hall werden jährlich rund 65.000 Tonnen Altpapier gesammelt, sortiert und manipuliert.
© Weissengruber

Erfolgreiche Kreislaufwirtschaft

Vor fast 80 Jahren wurde Zimmermann als Tochterunternehmen in die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft eingegliedert, wo seither innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe der Papier-Kreislauf geschlossen wird. Das gesammelte Altpapier wird in der unternehmenseigenen Papierfabrik in Frastanz (Vorarlberg) wieder zu hochwertigem Wellpappe-Rohpapier aufbereitet. In den Rondo-Wellpappewerken werden daraus umweltfreundliche, innovative Verpackungen hergestellt, die maßgeschneidert auf die Wünsche der Kunden angepasst sind, und nach Gebrauch durch das Papier-Recycling wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.

Zirkuläres Denken

Nicht zuletzt durch den „Green Deal“ der EU wird klar, dass der Klimaschutz eine der wichtigsten Herausforderungen ist – und die Erreichung der Ziele wird durch eine Kreislaufwirtschaft größtmöglich unterstützt. Dafür ist ein Umdenken notwendig, weg vom linearen und hin zum zirkulären Bedarfsgut: Wie kann ein Produkt entwickelt werden, das nach der Verwendung zur Gänze wiederverwertet werden kann? Altmaterialien und Abfälle sind die Rohstoffminen der Zukunft. Mittlerweile gibt es ganze Industriezweige, die nur noch sogenannte Sekundärstoffe einsetzen und darauf achten, diese effizient zu nutzen. Der Kreislauf des Wertstoffes (Alt-)Papier gilt dabei als einer der erfolgreichsten.

Die 40 Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Wertstoff Altpapier wieder in den Papier-Recycling-Kreislauf zurückgeführt wird.
© Zimmermann Ganahl

Im Zeichen der Zukunft

Umso erstaunlicher, dass Zimmermann von Beginn an Teil dieses nachhaltigen Kreislaufes war. Um weiterhin einen bestmöglichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten, wird im Unternehmen laufend in die modernste Technik investiert. Seit einigen Jahren bietet Zimmermann ein in Westösterreich einzigartiges System der Datenschutzentsorgung an: Der „Aktenbeißer“, ein speziell ausgestatteter Lkw, vernichtet vor Ort sachgerecht Dokumente.

Dieser Vorgang ist zertifiziert, um die kontrollierte und geschützte Vernichtung sensibler Daten zu gewährleisten. In den kommenden zwei Jahren ist zudem ein Umbau zur Verbesserung der logistischen Abläufe und Modernisierung des Betriebes mit einem Investitionsvolumen von mehr als fünf Millionen Euro vorgesehen. Ein klares Bekenntnis zum Standort und ein weiteres Zeichen dafür, dass der Pioniergedanke der Gründerväter auch zukünftig von der Zimmermann Ganahl AG in der Kreislaufwirtschaft weitergetragen wird.

Nachhaltig zirkulär weitergedacht: Ein Großteil des gesammelten Altpapiers kann durch die direkte Bahnanbindung am Standort umweltfreundlich weiter transportiert werden.
© Zimmermann Ganahl

Die Firmenchronik

Das 1870 von Josef Zimmermann und seinen Brüdern gegründete Unternehmen widmete sich zunächst der Sammlung und dem Weiterverkauf von Textillumpen. Der Betrieb sammelte neben Textilabfällen diverse andere Materialien, wobei die steigende Nachfrage durch die Papierindustrie dazu führte, dass Altpapier bald ins ständige Sortiment aufgenommen wurde. Bereits 1939 wurde der Hauptumsatz mit dem Verkauf von Altpapier erwirtschaftet. Nach Kriegsende gingen 75 % des Betriebes an die Vorarlberger Papierfabrik, seit 1977 ist Zimmermann zur Gänze eine Tochter der Ganahl Aktiengesellschaft. Kerngeschäft des modernen österreichischen Industrieunternehmens im Familienbesitz ist die Herstellung von Wellpappe-Verpackungen und Rohpapieren sowie die Sammlung, Sortierung und Aufbereitung von Altpapier.


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