Fünf Monate Gefängnis für Tiroler wegen angedrohter Ohrfeige

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Dass auch verbale Entgleisungen ins Gefängnis führen können, musste der Vorarbeiter eines Bautrupps am Landesgericht feststellen. Dort war der Unterländer wegen gefährlicher Drohung angeklagt. 2016 schon wegen Raubes vorbestraft, hatte der 31-Jährige wieder zurück in die Gesellschaft gefunden und arbeitete mitsamt Fußfessel für eine Bau­firma. Im August war sein Lkw dann unerlaubt vor einem Innsbrucker Haus abgestellt worden, was dem Vorarbeiter eine verbale Schelte des Hausmeisters einbrachte. Der Vorarbeiter war sich keiner Schuld bewusst, bellte zurück und drohte dem Hüter des Hauses auch noch eine „Watschn“ an. Solle er halt die Polizei holen. Gesagt, getan. Bittere Konsequenz: Er verlor erst die Fußfessel und wanderte zurück in die Zelle. Im Prozess wurde zudem erklärt, dass der Strafrahmen für so eine Drohung bei ihm aufgrund Rückfalls schon bei 18 Monaten Haft läge. Da erschienen dem Gericht fünf Monate unbedingt­e Haft noch als milde. „Milde? Ja wenn Sie meinen, Frau Rat!“, seufzte der Verurteilte.

23-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Am Landesgericht wurde gestern ein Prozess wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person verhandelt. Angeklagt war ein 23-jähriger Innsbrucker, der einst mit einer jungen Frau über lange Zeit sehr intim verkehrt war, ohne dass allerdings je eine Beziehung daraus geworden war. Bei einer Party und unter einer Alkoholisierung der Frau von rückgerechnet 3,5 Promille war es dann zu Geschlechtsverkehr gekommen. Davon zeugten zumindest später Spuren. Auch wenn die näheren Umstände nicht belegbar waren, ergingen nicht rechtskräftig zweieinhalb Jahre Haft. (fell)


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