Wahlen in OÖ und Graz: Keine Gefahr für die VP-Titelverteidiger

Oberösterreich und Graz wählen. Der erste Platz ist abgesichert, dann allerdings wird es spannend.

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Der ÖVP unter Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer wird in Umfragen ein Stimmenplus vorhergesagt.
© APA/Scheriau

Von Michael Sprenger

Linz, Graz – In Deutschland, dort wird am morgigen Sonntag der Bundestag gewählt, ist nicht klar, wer letzten Endes stimmenstärkste Partei werden wird. Zuletzt lag die SPD in den Umfragen konstant voran. Dieses Spannungselement fehlt bei der Landtagswahl in Oberösterreicht und bei der Gemeinderatswahl in Graz. Bei beiden Wahlgängen werden die Titelverteidiger, also Landeshauptmann Thomas Stelzer und Bürgermeister Siegfried Nagl dafür sorgen, dass ihre ÖVP klar stimmenstärkste Partei bleibt. Die ÖVP in Oberösterreich wird zuletzt in Umfragen mit 38 bis 39 Prozent ausgewiesen. Die Grazer ÖVP mit 35 Prozent.

Die ÖVP in Oberösterreich sollte also nach den massiven Verlusten 2015 wieder an Boden gutmachen können. Die ÖVP in Graz muss am Tag vor der Wahl mit leichten Verlusten rechnen.

Doch die zweitstärkste Partei in Oberösterreich und in Graz dürfte mit großem Abstand bei oder knapp über 20 Prozent liegen.

Jetzt allerdings wird es doch spannend. In Oberösterreich kämpfen FPÖ und SPÖ um den zweiten Platz. Die aktuellen Umfragen sehen die Freiheitlichen knapp voran. Dies ist umso bemerkenswerter, weil die FPÖ im Vergleich zur Landtagswahl 2015 kräftig an Stimmen verlieren wird.

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Aber mit wem wird Stelzer künftig einen Koalitionspakt eingehen? Er arbeitet derzeit mit der FPÖ zusammen. Auch die Grünen wollen innerhalb der oberösterreichischen Proporzregierung einen Pakt mit der ÖVP schließen. Stelzers Entscheidung hat somit Auswirkungen auf den Bund.

Bürgermeister Siegfried Nagl wird seine ÖVP wieder zur stimmenstärksten Partei in Graz machen.
© APA/Fohringer

In Graz wiederum wird die Nummer 2 wohl wieder die KPÖ werden. Sie liegt in Umfragen klar vor der FPÖ, der SPÖ und den Grünen.

Auch in Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, wird die FPÖ laut allen Umfragen Stimmen verlieren, die SPÖ aber nicht davon profitieren. Doch auch hier wird spannend, mit wem Nagl künftig zusammenarbeiten wird. Oder sollten gar KPÖ, SPÖ und Grüne eine Mehrheit bilden können? Davor warnt Nagl.


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