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Interessenskonflikt? Fernwärme heizt politische Diskussion in Kundl an

Opposition sägt am Fernwärme-Geschäftsführerstuhl des Bürgermeisters und wirft dem Sandoz-Mitarbeiter einen Interessenkonflikt vor.

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Bei der Produktion im Kundler Sandoz-Werk fällt Abwärme an, die seit 1995 die Kundler Stuben heizt. Geschäftsführe­r der Fernwärme ist traditionell der Bürgermeister.
© Falk

Von Wolfgang Otter

Kundl – Wo beginnt für einen Bürgermeister ein Interessenkonflikt? Diese Frage wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kundl aufgeworfen. Auslöser war der Prüfbericht des Landesrechnungshofes, in dem – wie berichtet – bemängelt wird, dass Bürgermeister Anton Hoflacher (Bürgermeisterliste) Geschäftsführer und Vertreter der Gemeinde in einer Person bei der Jahreshauptversammlung der Fernwärmegesellschaft ist. Das wird geändert, erklärte der Gemeindechef – künftig wird in dem Fall einer der Vizebürgermeister die Marktgemeinde vertreten. „Das läuft dann wie bei der Jahresrechnung der Gemeinde ab“, sagte Hoflacher.

Das war zu dem Thema Interessenkonflikt noch nicht alles: Da die Gesellschaft die Abwärme aus dem Produktionsvorgang im Sandoz-Werk nützt und dafür Verträge mit dem Konzern notwendig sind, sieht Vizebürgermeisterin Barbara Trapl (Volkspartei) noch ein anderes Problem.


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