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Ein Luchs, drei Bären und elf Wölfe in Tirol nachgewiesen: Risse verdoppelt

Die Zahl der in Tirol nachgewiesenen Beutegreifer stieg heuer weiter an, jene der von ihnen verursachten Risse hat sich quasi verdoppelt. Über den Umgang mit dieser Entwicklung wird nach wie vor kontrovers diskutiert.

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Im Mai dieses Jahres lief in Eben am Achensee ein Wolf vor die Linse einer Wildtierkamera.
© Land Tirol

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Viele Bauern bringen dieser Tage ihr Vieh von den Hochweiden zurück ins Tal. Nicht wenige haben heuer schon frühzeitig abgetrieben, weil auf oder nahe den Almen Tiere von einem Beutegreifer getötet wurden. 295 Schafe rissen diese laut Statistik des Landes Tirol heuer bis einschließlich 22. September. Das sind bereits jetzt mehr als doppelt so viele wie im November des Vorjahres (140). Auch die Zahl der genetisch nachgewiesenen Wölfe, Bären und Luchse stieg weiter an. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten, sagen Experten, weil etwa die Raubtier-Populationen in den angrenzenden Regionen größer werden. Über den Umgang mit der Situation wird nach wie vor kontrovers diskutiert.


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