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Strukturwandel in der Wirtschaft: „Es trifft die Schwächsten mit den stärksten Folgen“

Die Wirtschaft steckt in einem Strukturwandel, sagt Gottfried Tappsteiner. Es wird nicht weniger, aber anders qualifizierte Kräfte brauchen.

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Tappeiner lehrt zu Wirtschaftsthemen an der Uni Innsbruck.
© Die Fotografen

Herr Tappeiner, woher kommt der eklatante Personalmangel, der sich durch so viele Branchen zieht?

Gottfried Tappeiner: Das liegt zum einen am demografischen Wandel. Die Baby­boomer werden in Pension gehen und es gibt weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter. Zum anderen ist es ein strukturelles Problem: Manche Ausbildungswege werden von mehr Menschen gewählt, als der Arbeitsmarkt braucht, bei anderen ist es umgekehrt. Dazu kommt der technologische Wandel. In vielen Berufen werden heut­e weniger Hilfstätigkeiten und mehr Spezialist*innen gebraucht. Denken Sie an einen Installateur, vor dreißig Jahren hat der Rohre verlegt, heute ist er beinahe ein Ingenieur. Dasselbe gilt für Elektrike­r, Mechaniker und ähnliche Sparten.

Wie kann man all dem entgegentreten?


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