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Meteoriten in Tirol: Vom Himmel und aus der Zeit gefallen

In Österreich wurden nach vielen Jahren wieder Meteoriten gefunden. Ein Innsbrucker Forscher erklärt, warum das so selten passiert und wie man die Besucher aus dem All erkennen kann.

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Das ist ein etwa 3 cm langes Stück eines Eisenmeteoriten. Der Finder sagt, er habe ihn vor ca. 10 Jahren bei Innsbruck gefunden. Typisch für den Ursprung im Weltall sind die feinen Linien, die Widmannstätten-Strukturen.
© Böhm

Von Matthias Christler

Berühren erlaubt! Zum Glück. Tagelang hatte ich mich – dieser persönliche Einblick sei erlaubt – auf diesen Termin gefreut, so als würde man als Fan einen seit Jahren heimlich angehimmelten Promi treffen. In diesem Fall ist es ein Gestein aus dem Weltall. „So etwas Altes haben Sie noch nie in der Hand gehalten“, sagt Jürgen Konzett vom Institut für Mineralogie und Petrographie der Universität Innsbruck – er untertreibt. Das Teilstück eines Eisenmeteorits, den er seit ein paar Monaten untersucht, flog etwa 4,5 Milliarden Jahre durchs Weltall. Dann fiel der Meteorit auf die Erde. Der Finder, der anonym bleiben will, sagt, er habe den ca. 4 kg schweren Brocken vor zehn Jahren bei Innsbruck entdeckt.


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