Nobelpreisträger Vargas Llosa erhält Verdienstorden in Ecuador

Vargas Llosa ist einer der wichtigsten lateinamerikanischen Schriftsteller. Für seinen Beitrag zur Weltliteratur hat er jetzt den Nationalen Verdienstorden im Rang eines Großkreuzes von Ecuador erhalten.

  • Artikel
  • Diskussion
Mario Vargas Llosa.
© RODRIGO BUENDIA / AFP

Quito – Für seinen Beitrag zur Weltliteratur ist der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa in Ecuador mit dem Nationalen Verdienstorden im Rang eines Großkreuzes ausgezeichnet worden. "Mario ist eines meiner Vorbilder im Kampf für die Freiheit", sagte der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso am Montag bei der Verleihung des Ordens im Regierungspalast in Quito. "Das Werk von Mario ist großartig, weil es ein liberales Werk ist."

Vargas Llosa ist einer der wichtigsten lateinamerikanischen Schriftsteller. Der 85-jährige Autor von "Die Stadt und die Hunde", "Tante Julia und der Kunstschreiber" und "Das Fest des Ziegenbocks" wurde 2010 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Der streitbare Liberale bewarb sich 1990 in seinem Heimatland Peru als Präsidentschaftskandidat, unterlag allerdings dem späteren autoritären Machthaber Alberto Fujimori. Vargas Llosa hat auch die spanische Staatsbürgerschaft und lebt in Spanien.

Unter den eher linken Autoren und Intellektuellen in Lateinamerika ist Vargas Llosa eher ein Außenseiter. "Wo ist der Kommunismus, den uns einige Lateinamerikaner als Paradies versprechen? In Kuba? Wir haben gesehen, wie Tausende von Kubanern auf die Straße gegangen sind, um zu protestieren", sagte Vargas Llosa bei der Feierstunde in Quito. "Ist er vielleicht in Venezuela? Einem der reichsten Länder der Welt, das vor einigen Jahren seine Grenzen weit geöffnet hat und jetzt etwa fünf Millionen Venezolaner ausweist, damit sie nicht vor Hunger sterben." (APA/dpa)

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte