Entwarnung in Innsbruck: Fliegerbombe entschärft, Sperren aufgehoben

Knapp sieben Stunden nach dem Bombenfund auf einer Baustelle am Südring wurde das Kriegsrelikt entschärft. Anrainer konnten in ihre Häuser zurückkehren, Straßen wieder freigegeben werden.

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Der Fund wurde bei Grabungsarbeiten auf einer Baustelle im Kreuzungsbereich Olympiastraße/Südbahnstraße gemacht.
© zeitungsfoto.at/Liebl

Innsbruck – Der Fund eines Kriegsreliktes in Innsbruck sorgte am Dienstag für einen Großeinsatz am Südring. Gegen 13.30 Uhr stieß man bei Grabungsarbeiten auf einer Baustelle im Bereich Olympiastraße/Südbahnstraße auf eine Fliegerbombe mit einem Gewicht von etwa 250 Kilogramm. Der umliegende Bereich wurde großräumig abgesperrt. Kurz nach 20 Uhr folgte die Entwarnung: Die Bombe konnte entschärft, die Sperre aufgehoben werden.

Seit 16.50 Uhr war der Entminungsdienst des Bundesheers direkt aus Linz vor Ort im Einsatz. Aufgrund des Gewichts der Bombe muss der zunächst bestehende Sperrkreis von 100 Metern im Lauf des Nachmittags auf 400 Meter erweitert werden. Der Südring sowie Teile der Leopoldstraße waren für den Verkehr gesperrt, diverse Umleitungen wurden eingerichtet.

📽️ Video | Bombenfund in Innsbruck:

Häuser evakuiert, Betreuung in der Olympiaworld

Häuser in der Nähe mussten evakuiert bzw. die Anrainer verständigt werden. Die Entschärfung erfolgte vor Ort, danach wurde das Kriegsrelikt verladen und abtransportiert.

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Um exakt 20.11 Uhr konnte die Bombe letztlich entschärft und abtransportiert werden.
© zeitungsfoto.at

In einer Verordnung hielt die Polizei am Abend die Maßnahmen im Einzelnen fest: Der Bereich im Radius von 200 Metern um die Fundstelle musste sofort verlassen werden – es sei denn, man war am Einsatz beteiligt. Die zweite Zone umfasste den Radius ab 200 bis 400 Meter. Hier war der Aufenthalt nur in geschlossenen Gebäuden erlaubt. Der Verkehr war im gesamten Bereich gesperrt, ausgenommen waren Einsatzfahrzeuge.

Wie das Rote Kreuz Innsbruck berichtete, wurden rund 150 Betroffene in der Olympiaworld versorgt. „Es standen rund 80 zusätzliche Einsatzkräfte im Dienst, um evakuierte Personen aus dem Gefahrenbereich versorgen, betreuen und auch registrieren zu können“, erklärte Bezirksrettungskommandant Christian Schneider in einer Aussendung. Bewegungseingeschränkte Personen wurden von Krankentransportteams abgeholt.

Unter den Evakuierten waren auch Personen, die sich als K1 in Heimquarantäne befanden. „Vor Ort wurde deshalb ein definierter Bereich geschaffen, wo diese Menschen abseits der anderen Evakuierten betreut werden konnten", so der leitende Notarzt Thomas Luger. Auch Dolmetscher wurden alarmiert, um die Kommunikation mit den Bewohnern des nahen Flüchtlingsheims zu erleichtern. (TT.com)

Rund 150 Personen wurden mit Bussen zur Olympiaworld gebracht.
© Rotes Kreuz Innsbruck, Thomas Gierl

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