Unterberger-Gruppe wird 45: „Familienbetrieb ist nicht nur ein Titel“

Die Unterberger-Gruppe feiert 45-Jahr-Jubiläum. Vier Brüder schreiben neue Kapitel mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

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Die Brüder Gerald, Fritz jun., Dieter und Florian Unterberger (v. l.) führen den Familienbetrieb in zweiter Generation.
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Kufstein – Diese Bilanz spricht für sich. Vor 45 Jahren starteten Helga und Fritz Unterberger mit einem Autohaus und sechs Mitarbeitern – heute zählt die Unterberger-Gruppe 758 Mitarbeiter und erzielt in der Automobil- und Immobilienbranche sowie über Beteiligungen einen Jahresumsatz von 377 Mio. Euro. Vor fünf Jahren waren es noch 285 Mio. Euro.

Das Werk des Vaters führen heute die Söhne fort, der Begriff „Familienbetrieb“ bestätigt sich nicht nur im Umgang mit den Mitarbeitern: Gerald, Dieter und Fritz jun. Unterberger widmen sich als geschäftsführende Gesellschafter der Automobilbranche – Unterberger zählt 19 Standorte in Westösterreich und Süddeutschland – den Immobilienbereich deckt der jüngste Sprössling Florian Unterberger ab.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden beide Branchen in den kommenden Jahren fordern, sind sich die Brüder einig. Neue digitale Vertriebswege für Fahrzeuge verlangen mehr Engagement bei der Kundenbindung, ist Dieter Unterberger überzeugt. In Kufstein und Innsbruck sollen die Autohäuser erweitert werden, mit einem Reifenlager reagiere man nicht nur auf die steigende Nachfrage, „damit bringt man die Kunden zweimal im Jahr ins Haus und kann sich direkt austauschen“, so Gerald Unterberger.

Man habe sich zum Ziel gesetzt, künftig die Hälfte des eigenen Strombedarfs mit Hilfe von Photovoltaikanlagen und Co. selbst zu decken. In Bezug auf E-Autos sei die Politik gefordert, die Kapazitäten bei den Stromnetzen (Stichwort „Supercharger“) auszubauen.

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Mehr als 100 Immobilienprojekte wurden in den vergangenen vier Jahrzehnten abgewickelt, wobei sich Unterberger als vielseitiger Verwalter und Bauträger – von Wohnungen bis Gewerbeimmobilien – erweist. „Corona-bedingte Umsatzausfälle aus dem Handel haben uns daher nicht so stark getroffen“, resümiert Florian Unterberger. Man wolle sich am Markt mit „qualitativ hochwertigen Angeboten etablieren, damit geht das Thema Nachhaltigkeit einher“. Mehrkosten nehme auch der Kunde in Kauf. Beim Vorzeigeprojekt Naturquartier Kufstein, Tirols größtem Vollholzbau, lagen diese bei +25%, „wurden aber nicht eins zu eins auf die Käufer übertragen“. Zudem werden nachhaltige Bauweisen heute gefördert. (jazz)


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