Der Erfolgshunger ist noch nicht gestillt: Saisonfinale für „Mad Max“

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Der Tiroler Maximilian Lechner lässt die Muskeln spielen.
© Rocheford

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Die Freude über den für Österreich bisher besten (fünften) Rang bei den US Open kam bei Billard-Profi Maximilian Lechner erst mit Verspätung auf. Nach sechs souveränen Siegen bei den mit 300.000 US-Dollar dotierten 9-Ball-Titelkämpfen in Atlantic City war der 31-jährige Innsbrucker heiß auf mehr – doch am Ende blieb Lechner die „bisher chaotischste Partie, die ich je erlebt habe“. Grund war ein plötzlicher Wechsel im Spielsystem, die Kugeln wurden selbst aufgebaut. „Das war, wie wenn du eine Münze wirfst, wer gewinnt. So etwas habe ich noch nie gesehen, sehr schade, dass es so zu Ende gehen musste“, schüttelte Lechner den Kopf.

Am Ende blickte der enttäuschte „Mad Max“ auf ein 7:11 gegen Dennis Orcollo (PHI) zurück. Doch der Lohn ist groß. Nicht nur weil es ein historischer fünfter Platz bei den US Open wurde, sondern weil sich Lechner als Lohn der Mühen auf Weltranglisten-Rang sieben (WPA) verbesserte. Nach der enttäuschenden 10-Ball-WM (Rang 17) war das eine Genugtuung – die zwei Wochen Quarantäne in Kroatien, die Lechner für den US-Trip auf sich nehmen musste, haben sich also ausgezahlt.

In Summe bin ich mit dem Jahr bisher sehr zufrieden. Aber es kommt ja noch einiges auf mich zu. Weil bei uns vieles verschoben wurde, geht es heuer noch richtig zur Sache.
Maximilian Lechner, Billard-Profi

Bereits im Juni war der frühere Junioren-Weltmeister mit WM-Rang fünf knapp an einer Medaille dran, nach der schwierigen Phase der Corona-Pandemie, die im Billard fast alles lahmgelegt hatte, wiegt heuer jedes Top-Ergebnis gefühlt doppelt so schwer.

„In Summe bin ich mit dem Jahr bisher sehr zufrieden. Aber es kommt ja noch einiges auf mich zu. Weil bei uns vieles verschoben wurde, geht es heuer noch richtig zur Sache“, sagt Lechner. Und das nächste Highlight findet dabei ausnahmsweise fast „vor der Haustüre“ statt: Die „Predator Billard Series“ bringt kommende Woche (6. bis 9. Oktober) die Elite zu den Austrian Open nach Klagenfurt. Gleich danach stehen die International 9-Ball-Open in Norfolk (USA/23.–31.10.) auf dem Programm. Und weil aller guten Dinge bekanntlich drei sind, beginnt direkt darauf am 1. November die Billard-EM in Antalya (TUR).

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Viel Holz also. Inmitten der Reise-Schwierigkeiten rund um Covid-19 türmen sich dabei ungeahnte Hindernisse auf. Aber Lechner hat schon gezeigt, dass er gewillt ist, die zu überspringen. Und das in bestechender Art und Weise.


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