Höchststrafe für Mörder der Londonerin Sarah Everard

Der 48-jährige Polizist wurde nach seinem Geständnis zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Freilassung verurteilt. Der brutale Mord an Sarah Everard hatte zu einem landesweiten Aufschrei geführt.

  • Artikel
  • Diskussion
Polizisten im Einsatz vor dem Londoner Strafgericht Old Bailey.
© DANIEL LEAL-OLIVAS/AFP

London – Der Mörder der Londonerin Sarah Everard muss den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Das Strafgericht Old Bailey verurteilte den 48 Jahre alten Polizisten am Donnerstag zur Höchststrafe: lebenslange Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Freilassung. Der Mann hatte gestanden, die 33-jährige Everard am 3. März in Südlondon verschleppt sowie anschließend vergewaltigt und getötet zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mord an Sarah Everard sorgte für einen landesweiten Aufschrei über Gewalt an Frauen.
© DANIEL LEAL-OLIVAS/AFP

Der Fall hatte zu einem landesweiten Aufschrei über Gewalt an Frauen geführt. Wie in der Verhandlung bekannt wurde, hatte der Polizist die junge Frau am 3. März mithilfe seines Dienstausweises angehalten, weil sie Corona-Regeln missachtet habe. Everard war zu Fuß auf dem Heimweg von einer Freundin. Ihre verbrannte Leiche wurde erst Tage später in einem Wäldchen in der südostenglischen Grafschaft Kent entdeckt - ganz in der Nähe eines Grundstücks, das dem verheirateten Familienvater gehörte. Der Mann war in London für die Bewachung diplomatischer Vertretungen zuständig. (APA/dpa)

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte