Fließ: Neuer Pfarrer für Gemeinde in Schockstarre

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Pfarrer Andreas Tausch (l.) folgt in Fließ Chrysanth Witsch (r.) nach, der vor zwei Wochen überraschend verstarb.
© Domanig, Wackernell

Von Matthias Reichle

Fließ – Der Schock sitzt tief. In Fließ herrscht nach wie vor große Betroffenheit. Vor knapp zwei Wochen starb Pfarrer Chrysanth Witsch völlig unerwartet – mit nur 54 Jahren. Fünf Jahre lang leitete der beliebte Seelsorger die Pfarre. Umso überraschender ist, dass bereits jetzt ein Nachfolger feststeht. Der Bischof selbst, der an diesem Sonntag als „Aushilfe“ in Fließ und Hochgallmigg die Messe liest, will die gute Nachricht verkünden.

Der 63-jährige Pfarrer Andreas Tausch, der zuletzt für den Seelsorgeraum St. Pius mit den Pfarren Rum und Neu-Rum zuständig war, wird nun die Pfarre Fließ übernehmen. „Dich schickt der Himmel“, mit diesen Worten soll der Obergrichter Dekan Franz Hinterholzer Tausch in dieser Woche willkommen geheißen haben. Der Wechsel kam völlig unerwartet.

Gerechnet hatte damit eigentlich niemand, weil die Versetzungen in der Diözese Anfang September abgeschlossen sind. Dekan Hinterholzer spricht von einem großen Glück.

Andreas Tausch ist im Oberland kein Unbekannter. Zams war seine erste eigene Pfarre, wo er über zehn Jahre tätig war. Es folgten Stationen in Elbigenalp und Inzing, wo man ihn 2018 nur unter Protest ziehen ließ. Für so manchen Fließer Kirchengemeinderat löste die Nachricht eine Achterbahnfahrt der Gefühle aus. „Die Gemeinde ist noch in tiefer Trauer“, sagt Hinterholzer. Trotzdem ist die Freude groß.

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Tausch war eigentlich für die Pfarren Strengen, Tobadill und Pians vorgesehen. Das Angebot, die Pfarre in Fließ zu übernehmen, sei von ihm selbst gekommen und habe vor allem gesundheitliche Gründe, erklärt er. „Ich hatte Krebs und bin immer noch nicht ganz fit.“ Die Belastung sei in Fließ geringer. Für Strengen, Pians und Tobadill werde seitens der Diözese eine Lösung gesucht.


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