Eine kleine Brücke für die ÖBB, ein großer Wurf für Roppen

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Ein historisches Bild: Erstmals, nach 30-jähriger Vorlaufzeit, kann ein Feuer­wehrauto unter der Bahn zum Roppener Ortsteil Riedegg fahren.
© Parth

Roppen – Frei nach den Worten des US-amerikanischen Astronauten Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat, war es für ihn ein kleiner, für die Menschheit ein großer Schritt. In der kleinen Oberländer Gemeinde Roppen hingegen warteten Bahnanrainer 30 Jahre lang auf diesen Moment, als gestern erstmals ein Feuerwehrwagen problemlos unter den Bahngleisen hindurch in ihren Ortsteil Riedegg fahren konnte. Die großen Pläne der Österreichischen Bundesbahnen sahen noch vor 30 Jahren, unter dem damaligen Verkehrsminister Viktor Klima, den zweigleisigen Ausbau der Arlbergbahnstrecke vor. Daran erinnerten die Worte von BM Ingo Mayr, der seit langen Jahren immer wieder Anläufe unternehmen musste, um zu einer Lösung zu kommen. „Die alte, schmale Unterführung war am Ende ihrer baulichen Lebensdauer angelangt“, bestätigt auch Christoph Lindner von der ÖBB-Infrastruktur. Gemeinsam suchte man nach einer Möglichkeit, die während einer Streckensperre den Tausch der alten Unterführung gegen eine verbreiterte, moderne und sogar mit Rad- und Fußweg ausgestattete Unterführung ermöglichte.

Der Streit, ob das Bauwerk nun eine Brücke für die Bahn oder eine Unterführung für Roppen sei, war ein Lacher während der Eröffnung. Doch noch heuer im Februar schien es so, als würden die Roppener erneut vertröstet.

Diesen Plänen stellten sich die Bürgervertreter aller Couleurs in Roppen entschieden entgegen. „Am Ende zählt für uns das Ergebnis, dass die Innknie-Siedlung in Riedegg sowie Ötzbruck mit Betonmischer und Feuerwehr erreichbar sind“, freut sich BM Mayr.

Unter großem Applaus und nach der feierlichen Segnung durch Pfarrer Johannes Laichner wurde von Anrainern und Radfahrern sowie allen Schaulustigen die neue Unterführung bestaunt. (top)


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