UNO-Blauhelm im Norden Malis von Sprengsatz getötet

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Bamako – Im Norden Malis ist ein ägyptischer UNO-Blauhelmsoldat bei einer Explosion getötet worden. Vier weitere Soldaten seien schwer verletzt worden, als ihr Konvoi auf einen Sprengsatz traf, teilten die Vereinten Nationen am Samstag mit. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Angriff und forderte die malischen Behörden auf, die Verantwortlichen zu finden.

"Dieser Vorfall ist eine traurige Erinnerung an die ständige Gefahr, die unsere Friedenstruppen bedroht", hieß es in einer Erklärung der UNO-Mission MINUSMA. MINUSMA ist eine der kostspieligsten und gefährlichsten Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

In Mali sowie anderen Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

Erst vergangene Woche war ein Soldat der französischen Operation "Barkhane", die in Mali bis zu 5100 Soldaten umfasst, getötet worden. Daneben gibt es zwei internationale Einsätze, an denen neben der deutschen Bundeswehr jeweils auch das Bundesheer beteiligt ist. Zehn österreichische Soldaten beteiligen sich an der EU-Ausbildungsmission EUTM, drei sind Teil der MINUSMA. (APA/dpa/AFP)

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