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Laaser Marmor: Wo weißer Stein zum ewigen Kunstwerk wird

Ob winzige Schmuckstücke oder riesige Skulpturen: Laaser Marmor ist weltweit gefragt. Vor allem, wenn er künstlerisch bearbeitet wird. In Laas in Südtirol befindet sich die einzige Marmorfachschule Mitteleuropas.

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Die Marmorfachschule fördert kreatives Handwerk.
© Wenzel Helmut

Von Helmut Wenzel

Ein Übungsstück steckt im Schraubstock. Die Oberfläche des Marmorblocks ist teilweise poliert, teils noch rau. Was am Ende des Tages entstehen soll? – „Ein Totem für die Ewigkeit“, schmunzelt die Meisterklasse-Schülerin in der Werkstatt der Berufsfachschule für Steinbearbeitung, auch Laaser Marmorfachschule genannt. Die junge Frau – sie trägt Schutzbrille, Gehörschutz und Maske – bearbeitet rohen Stein, etwa in der Größe eines Aktenkoffers. Mit Spezialwerkzeug legt sie mystische Strukturen aus dem weißen Stein frei und poliert die neuen Formen. Ein Frauenakt-Torso entsteht in der Schülerwerkstatt ebenso wie eine männliche Büste, ein Löwenkopf oder ein Wappenfigur-Relief.


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