Imster Pflegezentrum holt die Kühlung aus der Tiefe

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Heuer werden noch zwölf Tiefenbohrungen gesetzt und die Bodenplatte des Neubaus betoniert.
© Paschinger

Imst – Die Arbeiten zur Erweiterung des Pflegezentrums Gurgltal in der Imster Pfarrgasse sind wieder aufgenommen. „Ich bin überglücklich“, betont Heimleiterin und Stadträtin Andrea Jäger. Denn man sei in Imst „pumpevoll, wie derzeit eigentlich in allen anderen Heimen“, beschreibt Jäger Kapazitätsprobleme in ganz Tirol. Umso wichtiger sei es, dass jetzt in Imst etwas weitergeht.

Tatsächlich herrscht reger Betrieb auf der Baustelle, die einige Monate stillgestanden war. Da waren zum einen die gestiegenen Material- und Baukosten. Und diese wiederum führten dazu, dass die Gewährung der Wohnbauförderung in der Luft hing. Normalerweise müssen dafür nämlich 90 Prozent der Anbote für das Projekt vorliegen. Die Baufirmen konnten aber derzeit kaum valide Angebote legen. „Mittlerweile haben wir aber von der Wohnbauförderung den Bescheid für den vorzeitigen Baubeginn“, ist der Obmann des Pflegeverbandes, Rudolf Köll, erleichtert.

Daher geht es jetzt weiter. Inzwischen wurden seitliche Anker an der entstehenden Baugrube gesetzt. Auch eine erste Probebohrung in die Tiefe wurde vorgenommen. Man wollte erkunden, ob auch Erdwärme genutzt werden kann. „Wir kommen aber nicht tief genug“, sagt Jäger. Die geplanten zwölf Bohrungen bis in 100 bis 120 Meter Tiefe können daher „nur“ für die Raumkühlung verwendet werden. „Für die Heizung werden wir an die Fernwärme anschließen“, so Köll.

Diese Bohrungen sollen so bald wie möglich gesetzt werden – dann kann noch im Herbst die abschließende Bodenplatte für die Tiefgarage unter dem neuen Trakt betoniert werden. „Wenn wir den Bauzeitplan weiter einhalten, ist der Neubau Ende 2023 fertig“, erklärt Jäger den Horizont. Unsicherer schaut es im denkmalgeschützten Teil des ehemaligen Klösterles aus. „Wir bemühen uns, dass wir den Baukostenrahmen einhalten“, verweist Köll auf Verhandlungen mit dem Bundesdenkmalamt rund um gewisse Auflagen.

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Das Volumen der Baukosten wurde mittlerweile im Verband „von 13 auf 16 Millionen Euro aufgestockt“, sagt Köll. „Wir versuchen, sämtliche Fördertöpfe anzuzapfen“, ergänzt Jäger. (pascal)


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