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Infektiologe Weiss: „Großteil der Corona-Patienten ist nicht geimpft“

Doppelt geimpfte Erkrankte, Impfdurchbrüche oder Todesfälle: Klinikdirektor Günter Weiss will mit Fakten Verunsicherung entgegenwirken.

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Günter Weiss: „Information und Fakten wirken am besten.“
© Böhm

Innsbruck – Nicht zuletzt die Corona-Infektionen von Salzburger Landespolitikern, die doppelt geimpft sind, sorgen für Gesprächsstoff. Auch in der TT gibt es viele Anfragen von Lesern zu den so genannten Impfdurchbrüchen und geimpften Patienten in den Spitälern. Der Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin, Günter Weiss, der seit eineinhalb Jahren Covid-PatientInnen betreut und diese therapiert, hält einmal mehr fest, dass die Covid-Impfung wirke und zwar in einem sehr hohen Ausmaß.

„Zahlreiche hochwertige wissenschaftliche Studien belegen, dass die Impfung gut vor Infektionen und insbesondere vor schweren Erkrankungen und mit Covid-19 assoziierten Todesfällen schützt“, sagt Weiss. Allerdings würden die Wirksamkeit der Impfung und die Dauer des Schutzes auch von der Qualität des eigenen Immunsystems abhängen. „Eine vom Gesundheitsministerium durchgeführte Modellrechnung geht davon aus, dass durch die Covid-Impfung allein bis Ende Juli 2200 Todesfälle verhindert werden konnten. Zudem beziffert das Ministerium die Zahl jener, bei denen durch eine Covid-Impfung ein Krankenhausaufenthalt vermieden werden konnte, mit fast 5800.“


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